Platter unterstreicht Wichtigkeit der Auslandseinsätze des Bundesheeres

Hauptausschuss stimmt Fortsetzung des Bosnieneinsatzes zu

Wien (BMLV) - In der letzten Sitzung des Hauptausschusses stimmte der Nationalrat der von der Bundesregierung am 18. November beschlossenen Verlängerung und Ausweitung der SFOR - Entsendung nach Bosnien-Herzegowina zu. Weiters wurde dem Hauptausschuss des Nationalrates die Weiterführung der Entsendungen von Einheiten und Militärbeobachtern im Rahmen der UN-Einsätze UNDOF auf dem Golan, UNFICYP auf Zypern und UNOMIG in Georgien zur Kenntnis gebracht.

Das österreichische SFOR - Kontingent (SFOR = Stabilisation Force) in Bosnien-Herzegowina wird angesichts des geplanten stärkeren Engagements der EU in dieser Region von vier auf zehn Stabsmitglieder vergrößert und bis zum 31. Dezember 2004 verlängert. Das österreichische Kontingent auf den Golan-Höhen (UNDOF) besteht derzeit aus 373 Soldaten, welche die Waffenstillstandslinien zwischen Israel und Syrien überwachen. Der Einsatz wird bis 31. Dezember 2004 verlängert. Das österreichische Kontingent auf Zypern (UNFICYP) umfasst 8 Soldaten, die mit Stabsfunktionen betraut sind. Auch diese Entsendung wird bis längstens 31. Dezember 2004 verlängert. In Georgien (UNOMIG) stellt Österreich zwei Militärbeobachter, dieser Einsatz wird ebenfalls um ein Jahr verlängert.

Verteidigungsminister Platter betonte nach der Sitzung die Wichtigkeit der österreichischen Beteiligung für friedenserhaltende Maßnahmen in Südosteuropa.

Die geplante Fortsetzung der UN-Entsendungen bis vorerst längstens 31. Dezember 2004, gilt vorbehaltlich der weiteren Verlängerung der Mandate durch den Sicherheitsrat der Vereinten Nationen.

Österreich beteiligt sich seit 1960 an friedensunterstützenden Einsätzen. Bisher haben mehr als 48.000 Soldaten in 56 Missionen an Auslandseinsätzen teilgenommen. Zurzeit befinden sich rund 940 Österreicher im Auslandseinsatz.

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