Reform der Finanzverwaltung bringt 250 Mio. Euro an Kosteneinsparungen und Mehrergebnissen

"Damit leistet auch die Finanzverwaltung einen Beitrag zur Finanzierung der Steuerreform", stellt Karl-Heinz Grasser fest

Wien (OTS) - Die Reform der Finanzverwaltung schreitet zügig
voran. Mit dem Wirtschaftsraum-Konzept wird es ab Beginn des kommenden Jahres nur noch Finanzämter mit mindestens 100 MitarbeiterInnen geben. Finanzminister Karl-Heinz Grasser: "So gelingt es uns Wirtschaftlichkeit, Bürger- und Mitarbeiterorientierung unter einen Hut zu bringen. Die 80 Standorte bleiben selbstverständlich erhalten."

Die Finanzämter werden in Zukunft viel mehr Kompetenzen haben und über Zielvereinbarungen gesteuert, was eine bestimmte Größe und Vergleichbarkeit voraussetzt. Das neue dezentrale Organisationsmodell bringt für die SteuerzahlerInnen viele Vorteile. So werden Infocenter errichtet, wo der Bürger rasch und kompetent seine Anliegen erledigt bekommt, Öffnungszeiten erweitert, der Fachbereich für eine einheitliche Rechtsauslegung und -anwendung verstärkt oder Qualitäts-bzw. Leistungsstandards für die Kunden eingeführt. Auf Mitarbeiterebene gibt es flachere Hierarchien, mehr Eigenverantwortung, Teamorientierung mit Ergebnisverantwortung und die Zusammenführung von Innendienst und Betriebsprüfung.

Für Lohnsteuerpflichtige gibt es schon seit Anfang 2003 die Möglichkeit der elektronischen Abgabenerklärung. Bisher gibt es mehr als 150.000 Anmeldungen - Tendenz steigend. Im Mai 2004 wird auch das Unternehmerpaket zur Verfügung stehen. Es darf angenommen werden, dass in kurzer Zeit mehr ein großer Teil des Steueraufkommens auf elektronischem Wege abgewickelt werden.

"Generell wollen wir mit der neuen Organisation, die ab dem Jahr 2006 voll laufen soll, eine serviceorientierte, effiziente, flexible und kostengünstige Finanzverwaltung schaffen, die für eine optimale Aufkommenssicherung sorgt." resümiert Finanzminister Grasser die gesetzten Ziele.

Beeindruckend auch die "Facts" nach Abschluss der Reform: - Einsparung von 1.000 Planstellen - Kosteneinsparungen und Mehrergebnisse in Höhe von 250 Mio. Euro - Stärkung der Bürgerrechte (z.B.: Schaffung des Unabhängigen Finanzsenates) - Verkürzung der Verfahren - Gleichmäßige Prüfungsdichte zur Verhinderung von Wettbewerbsverzerrungen - bessere Risikoeinschätzung.

"Mit den aus der Reform lukrierten 250 Mio. Euro leistet auch die Finanzverwaltung ihren Beitrag zur Finanzierung der Steuerreform. Es ist mir wichtig, das gerade heute, beim Kick-Off zur Steuerreform 2005, aufzuzeigen." bedankt sich Finanzminister Karl- Heinz Grasser bei seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.

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