Mit "fliegendem Fahrrad" nonstop zum Weltrekord

Wien (OTS) - Extremsportler Andi Siebenhofer sorgt mit einem neuen Großprojekt für Aufsehen: Der 26-jährige Steirer will mit einem motorisierten Paragleiter inklusive "Flyke" nonstop 935 Kilometer quer über das Mittelmeer fliegen. Gelingt das Unternehmen, hat Siebenhofer damit einen neuen Weltrekord aufgestellt. Start des Projekts ist morgen, Samstag, in aller Frühe: Siebenhofer wird hier nach Griechenland aufbrechen und bei günstigen Wetterverhältnissen in den nächsten Tagen abheben.

Der durch seinen "Friedensflug" nach Rom bekannt gewordene Paragleitpilot bereitet sich derzeit auf seine bisher größte Herausforderung vor. Sein Vorhaben: Mit einem motorisierten Paragleiter und einem daran befestigten fahrradähnlichem Rollwagen will Siebenhofer von Griechenland aus nonstop an die ägyptische Küste fliegen. Die Strecke, die er dabei mit seinem "fliegenden Fahrrad" zurücklegen muss, misst über 935 Kilometer. Sie ist damit mehr als zehnmal so lang wie der Luftweg, den Paragleitpiloten normaler Weise mit einem derartigen Gerät ohne Zwischenlandung fliegen können. Das von Siebenhofer geplante Vorhaben ist bisher nicht nur einzigartig, sondern erfordert auch ein Maximum an Vorbereitung und Training. Über ein Jahr bereitet sich der Extremsportler bereits intensiv auf das geplante Abenteuer vor und absolviert unter anderem fast täglich Testflüge. "Der Flug ist eine Gratwanderung zwischen maximalen Abfluggewicht, Treibstoff und fliegerischen Grenzbedingungen", beschreibt der erfahrene Paragleitpilot die Schwierigkeit des geplanten Unternehmens. Wichtigster Aspekt seiner Planungen ist und bleibt für Siebenhofer trotz der scheinbaren Waghalsigkeit des gesamten Unternehmens jedoch die Sicherheit. Der Abenteurer hat präzise Vorkehrungen getroffen, um sein Vorhaben zielgerecht durchzuführen. Sogar für den Fall einer möglichen Notlandung ist Siebenhofer bestens ausgerüstet.

Stichwort "Treibstoff": Da die Kapazität des normalen Tanks nicht ausreicht, muss Siebenhofer weitere Treibstofftanks mitnehmen. Diese zusätzliche Last führt zu einem wesentlich höheren Gesamtgewicht, womit ein Abheben nur noch mittels Rollvehikel - dem vorher genannten Flyke - möglich ist. Aufgrund seiner Berechnungen geht Siebenhofer davon aus, dass sein Fluggerät damit pro Kilometer so viel Sprit wie ein Moped verbrauchen wird. Sollte es während des Überflugs zu unkalkulierbaren Turbulenzen kommen, bleibt Siebenhofer die Notlandung auf offenem Meer als einziger Ausweg. Im Gegensatz zu vielen anderen Abenteurern, die in so einem Fall passiv auf Rettung warten, setzt Universal-Profi Andi Siebenhofer auch hier auf Eigeninitiative: Im Notfall wird der Extremsportler seine Rettungsinsel mit Hilfe des Gleitschirms zum provisorischen Segelschiff umfunktionieren und damit die ägyptische Küste ansteuern. Durch regelmäßiges Baden im Eiswasser sowie intensives Kampfschwimmen hat sich der junge Sportler auch auf Extremsituationen - wie beispielsweise eine gescheiterte Wasserlandung - vorbereitet.

Ein derartiges Szenario kann Siebenhofer jedoch nicht abschrecken:
Er vertraut auf seine Berechnungen, seine solide Ausbildung, günstige Wetterverhältnisse und Glück. "Wenn ich nach dem rund 17-stündigen Überflug sicher in Ägypten gelandet bin, weiß ich, dass ich mir wieder ein Stück Lebensvision erfüllt hab", sagt der Abenteurer selbstsicher.

Dass Siebenhofer seine Visionen erfüllen kann, ist freilich nicht ohne Sponsor möglich: Das Wiener Wertpapierdienstleistungsunternehmen AMIS unterstützt gemäß seinem Wahlspruch "Capital for Vision" den jungen Steirer bei seinem Vorhaben der Mittelmeerüberquerung mit dem Gerät, das aussehen wird wie ein "fliegendes Fahrrad".

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Andi Siebenhofer
Domplatz 7
2700 Wiener Neustadt
Tel.: 0664-11 22 149
postmaster@andi7hofer.com
http://www.andi7hofer.com

Kontakt und Informationen über den aktuellen Stand der Aktion
(ab Samstag, 6.12.2003)
Dipl.-Journ. Carolin Schairer
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