Bund spart durch Pensionierungen keinen einzigen Lehrerdienstposten ein

Es gibt seitens des Bundes kein Sparpaket für Schulen

Wien (OTS) - Die Wiener Grünen haben heute eine Protestmailaktion gestartet. Beiliegend veröffentlicht das Bildungsministerium das Antwortschreiben von Bundesministerin Elisabeth Gehrer auf die eingehenden Mails.

Liebe Lehrerinnen und Lehrer,
liebe Eltern!

Unsere Kinder und die Jugendlichen erhalten an den österreichischen Schulen eine gute Ausbildung, die sie bestmöglich auf die Herausforderungen des Lebens vorbereitet. Die engagierte Arbeit der tausenden Lehrerinnen und Lehrer hat wesentlichen Anteil an dieser hohen Bildungsqualität. Ich stimme mit Ihnen überein, dass es ein wichtiges politisches Ziel ist, die guten Rahmenbedingungen für unser Schulwesen zu sichern.

Es ist verständlich, wenn Eltern und Kinder guten Lehrerinnen und Lehrern, die in Pension gehen, nachtrauern. Wenn an deren Stelle jedoch gut ausgebildete, junge Lehrkräfte treten, gibt es pädagogisch keine Probleme. Es wirkt sich auf die Qualität des Unterrichts positiv aus, wenn neben älteren Lehrkräften, die Erfahrung und Sicherheit bieten, junge, neu ausgebildete Lehrerinnen und Lehrer mit neuen Ideen an den Schulen arbeiten.

Der Bund hat im Sommer 2003 den Ländern und der Stadt Wien all jene Dienstposten zur Verfügung gestellt, welche vertragsgemäß zwischen dem Finanzministerium und den Bundesländern bzw. dem Land Wien vereinbart wurden. Für 29 Volksschülerinnen und Volksschüler werden 2 Lehrer, für 20 Schülerinnen und Schüler der Hauptschule ebenfalls 2 Lehrer zur Verfügung gestellt. 5 Lehrer werden für 16 Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf, die beispielsweise für Integrationsklassen zur Verfügung stehen, seitens des Bundes bezahlt. Der Bund stellt im Dezember gleich viele Lehrerdienstposten zur Verfügung wie zu Beginn des Schuljahres.

Das Bundesland Wien erhält insgesamt 9.622 Planposten für rund 103.000 Schülerinnen und Schüler. Auf meine Initiative wurden für die speziellen Anforderungen des Ballungsraumes Wien weitere 602 Lehrerdienstposten zur Verfügung gestellt.

Wie der Bund und das Land Wien gemeinsam festgestellt haben, hat Wien im Schuljahr 2002/03 700 Lehrerinnen und Lehrer über den vereinbarten Stellenplan hinaus für zusätzliche Aufgaben beschäftigt und aus Landesmitteln bezahlt. Ich streiche infolge der Pensionierungen mit 1.12.2003 keinen einzigen Dienstposten. Es wäre zu begrüßen, wenn auch Wien keine Einsparungen vornimmt.

Für die nächstjährigen Planungen sowohl im Bereich des Stadtschulrates als auch im Zusammenhang mit der Erstellung eines neuen Finanzausgleiches stelle ich seitens meines Ressorts zur Unterstützung und Beratung gerne ein Expertenteam zur Verfügung, damit unser gutes Bildungsangebot gesichert bleibt.

Mit freundlichen Grüßen

Elisabeth Gehrer
Bundesministerin für Bildung, Wissenschaft und Kultur

nnn
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