Petrovic zum Tierschutzgesetz: ÖVP soll endlich ernsthaft verhandeln

flexible Lösungen für kleinbäuerliche Betriebe denkbar

St. Pölten (Grüne) - "Dass ein bundeseinheitliches Tierschutzgesetz für Bundeskanzler Schüssel ein reiner Wahlkampfgag war, mit dem er selbst seine Parteifreunde vom Bauernbund überrascht hat, wurde nunmehr eindrücklich unter Beweis gestellt. Anders ist das chaotische Vorgehen der Bundesregierung nicht erklärbar", meinte die Klubobfrau der NÖ Grünen, Madeleine Petrovic zur laufenden Tierschutz-Diskussion. Dennoch seien die Grünen im Interesse der Sache bereit, sich an den Verhandlungstisch zu setzen. Es liege aber derzeit an der ÖVP, ernsthafte Gespräche im Sinne des Tierschutzes aufzunehmen.

Eine klare Absage erteilte Petrovic "der Angstmache, die das berechtigte Anliegen des Tierschutzes lediglich zum Vorwand nimmt, um BetreiberInnen kleiner Landwirtschaften zu verunsichern." Gerade die zum Teil Existenz bedrohenden Probleme dieser kleinbäuerlichen Betriebe - speziell in den Grenzregionen im Wald- und Weinviertel -bedürften einer besonderen Berücksichtigung, so Petrovic. "Für kleinbäuerliche Betriebe wären auch aus meiner Sicht flexible, konstruktive Lösungen - etwa im Bereich der Anbindehaltung - zu finden. Für dieses berechtigte Anliegen werde ich mich jedenfalls bei den Tierschutzbewegten, aber auch innerhalb der Grünen einsetzen. Voraussetzung dafür ist freilich, dass die ÖVP auch tatsächlich bereit ist, darüber Gespräche zu führen", so die grüne Klubobfrau.

"Eine echte bäuerliche Landwirtschaft und Tierschutz sind kein Widerspruch. Klar abzulehnen ist aus grüner Sicht aber jede Form von Massentierhaltung wie in ‚Tierfabriken', Pelztierzuchten und Legebatterien", so Petrovic abschließend.

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