Jeder zweite Tiroler nördlich und südlich des Brenners fühlt sich vom Transit belastet

Empörung über Scheitern weiterer Transit-Verhandlungen Umfrage im Auftrag von "Dolomiten" und "Tiroler Tageszeitung"

Bozen/Innsbruck (OTS) - Knapp die Hälfte der Bevölkerung Nord- und Südtirols fühlt sich vom Transitverkehr belastet. Zwei Drittel der Bewohner südlich und nördlich des Brennes reagierten mit Empörung darauf, dass die Gespräche über eine Verlängerung des Transitvertrages gescheitert sind. Dies ergab eine Umfrage des Linzer Market-Institutes im Auftrag der Südtiroler Tageszeitung "Dolomiten" und der Tiroler Tageszeitung, über deren Ergebnis die beiden Zeitungen in ihren Samstag-Ausgaben berichten.

In Nordtirol interessieren sich 88 Prozent für das Transitthema, in Südtirol 71 Prozent. Nördlich des Brenners fühlen sich 49 Prozent vom Transitverkehr belastet, an den Transitrouten sogar 76 Prozent. Ähnlich der Wert in Südtirol: 35 Prozent fühlen sich vom Transit belastet, an den Transitstrecken 73 Prozent.

Nahezu alle Befragten (90 Prozent) empfinden die Luft- und Umweltbelastung als besonders störend, mehr als die Hälfte nennt weiters den Lärm und Stauungen als besondere Belastung.

Die Schuld für das Scheitern weiterer Transitverhandlungen gibt mehr als die Hälfte der Befragten der österreichischen Bundesregierung und den Brüsseler EU-Behörden.

Auf die offene Frage, welche Maßnahmen gegen die Zunahme des Transitverkehrs ergriffen werden sollten, nannten die Befragten am häufigsten den Ausbau der Bahn (21 Prozent).

Befragt wurden zwischen 2. und 3. September 400 Personen in Nord-und in Südtirol, repräsentativ für die Bevölkerung ab 15 Jahre. Die Schwankungsbreite liegt bei +/- 5,0 Prozent.

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