Österreichischer Tierschutzverein kritisiert: Lebendtierhaltung im Naturhistorischen Museum katastrophal!

Wien (OTS) - Das Naturhistorische Museum in Wien zählt
unumstritten zu den bedeutendsten Museen der Welt. Viele seiner teilweise hunderte Jahre alten Ausstellungsobjekte geben dem Besucher Einblick in die faszinierende Geschichte unserer Erde. Ein ganz anderes, entsetzliches Bild präsentiert sich jedoch, wenn man das hauseigene Vivarium betritt.

In zahlreichen, viel zu kleinen Aquarien und Terrarien müssen exotische Fische und Reptilien ihr Dasein fristen. Winzige Glasbehälter ohne Reizquellen und kaum Versteckmöglichkeiten zeugen von keinesfalls artgerechter Haltung. Erschütternd ist jedoch das Bild, das sich dem Besucher in der "Vogelabteilung" bietet.

In engen Glaskäfigen befinden sich Zwergwachteln, die unermüdlich hin und her hüpfen und vergebens versuchen, der Beengtheit zu entkommen. Zierfinken, die sich aufgrund von Verhaltensstörungen ununterbrochen putzen, versuchen ihrerseits wieder ihrem Gefängnis zu "entfliegen" - ein ebenso hoffnungsloses Unterfangen.

Um diesen untragbaren Zuständen ein Ende zu bereiten fordert der Österreichische Tierschutzverein die zuständige Museumsleitung auf, ihre tierquälerische Lebendtierhaltung aufzugeben und die Tiere freizulassen.

Ein Museum, das sich nach eigenen Angaben mit "zeitgenössischer Präsentation mittels moderner Ausstellungstechnik" rühmt sollte es nicht notwendig haben, lebende Tiere unter so katastrophalen Bedingungen als Anschauungsobjekte zu halten.

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Österreichischer Tierschutzverein
Klaus Riess
Tel. 01/897 33 46

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