Bareinlagen für UnternehmerInnen unsozial

Wirtschaftsverband Wien

Wien (OTS) - Bei der Tagung des Wirtschaftsparlaments der Wirtschaftskammer Wien am 04.12.2003 brachte der Wirtschaftsverband Wien die Frage der Bankgebühren für Bareinlagen von UnternehmerInnen auf die Tagesordnung. Komm.-Rat Wilhelm Turecek, Spartenobmann Tourismus und Freizeitwirtschaft, hält fest: "Diese Erhöhung durch die Banken trifft in erster Linie kleine und mittlere Unternehmen. Für einen durchschnittlichen Betrieb belaufen sich die Kosten dieser neuen Gebühr pro Jahr auf über 1.000,- Euro. Allein in Wien macht dies einen zweistelligen Millionenbetrag aus."

Während Großbetriebe diese Gebühr nicht nur leicht wegverhandeln könnten, sondern sie auch wirtschaftlich nicht wirklich spürten, seien Gebühren von etwa fünf Euro bei einer Tageslosung von einigen hundert Euro schwer zu verkraften.

Turecek wies darauf hin, dass die Möglichkeit des Bankenwechsels für viele kleine Gewerbetreibende nur sehr eingeschränkt möglich sei, weil die enge Verflochtenheit mit der Bank ihnen wenig Spielraum ließe.

Turecek führt aus, dass es erst eines gewissen Druckes des Wirtschaftsverbandes bedurfte, damit die Mehrheitsfraktion des Wirtschaftsbundes endlich tätig wurde.

"Natürlich müssen die Banken entsprechend ihrer Kostenwahrheit agieren, und natürlich sind auch die banken Mitglieder der Wirtschaftskammer - das ändert aber nichts daran, dass die große Zahl der kleinen Betriebe sich diese erhöhte Belastung nur schwer leisten kann."

Der Wirtschaftsverband Wien appelliert im Sinne der KMU an die Banken: "Diese Gebühr muss weg!"

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