Grüne zum Kreuz für den NÖ Landtag: unverständliche Entscheidung

Tribut an Bischof Krenn und ultrakonservative ÖVP-Kreise

St. Pölten (Grüne) - Als "höchst eigenartigen Kompromiss" bezeichnet die Klubobfrau der NÖ Grünen Madeleine Petrovic die Entscheidung im Zusammenhang mit dem Kreuz für den NÖ Landtag. Absolut richtig sei einerseits die Entscheidung von Landtagspräsident Freibauer, für das Geschenk des St. Pöltner Bischofs einen würdigen Platz in der Landhauskapelle zu finden. Dass nun im Sitzungssaal aber ein anderes Kreuz aufgehängt werden soll, sei aber "Freibauers Tribut an Bischof Krenn und ultrakonservative ÖVP-Kreise" und könne wohl nur als "Justament-Standpunkt" gesehen werden. Auch wenn die Entscheidung des Präsidenten unverständlich und bedenklich sei, würden die Grünen sie dennoch respektieren, so die grüne Klubobfrau.

Die Grünen appellieren an die VertreterInnen und Gläubigen nicht christlicher Religionen, diese Entscheidung nicht als Affront gegen ihren Glauben und als Vorrang für eine bestimmte Glaubensrichtung zu verstehen, wenngleich dies offenbar das Ziel von Bischof Krenns Provokationen war. Petrovic: "Im christlichen Sinne könnte man das Wort von der ‚linke und rechten Wange' eher so manchem Bischof nahe legen, als den so genannten 'Ungläubigen'. Wir werden uns selbstverständlich weiter für eine konsequente Trennung von Kirche und Staat einsetzen und dafür Sorge tragen, dass die Religionsausübung aller anerkannten Glaubensrichtungen, sowie deren Symbole und Feiertage vom Staat gleichermaßen respektiert und geschützt werden", so Petrovic abschließend.

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