FP-Madejski: MA 46: Alte Seilschaften müssen endlich der Vergangenheit angehören!

Sofortiger Handlungsbedarf von Stadtrat Rudolf Schicker und der Innenrevision bei Landesfahrzeugprüfstelle gefordert!

Wien, 05-12-2003 (fpd) - Massive Kritik an den derzeitigen Zuständen in Teilen der MA 46 formulierte heute der Planungssprecher der Wiener Freiheitlichen, LAbg. GR Dr. Herbert Madejski im Zuge einer Pressekonferenz.

Obwohl im Jahr 2002, so Madejski, eine umfassende Strukturanalyse und ein Reorganisationskonzept von der Firma "KDZ - Management Consulting" erstellt wurde, sind jetzt wiederum 30.000 € für die Erstellung eines neuen Leitbildes durch den gemeinderätlichen Planungsausschuss genehmigt worden. Offenbar, so Madejski, gehe es in Teilen der MA 46 "drunter und drüber". Nach vertraulichen Mitteilungen aus der MA 46 herrsche Chaos, Frust und Verärgerung bei den Mitarbeitern. Zudem sind in der MA 46 in den letzten Jahren eine Anhäufung von Disziplinarverfahren zu beobachten.

Besonderes Augenmerk legte Madejski auf die internen Vorgänge bei der Landesfahrzeugprüfstelle. Vor allem vor dem Hintergrund der EU-Osterweiterung und der drohenden Transitproblematik für Wien sei diese Abteilung der MA 46 von besonderer Bedeutung.

Das Gebäude der Landesfahrzeugprüfstelle wäre, so Madejski vor zwei Jahren um 2,9 Millionen € neu errichtet worden - nunmehr soll um 260.000 € der Eingangsbereich neu gestaltet werden. Wenn man bedenkt, so Madejski, dass die Landesfahrzeugprüfstelle der MA 46 nicht einmal über einen mobilen Bremsprüfstand für LKW verfügt, so wäre eine dahingehende Investition mit Sicherheit sinnvoller als den Großmannssüchten einiger Weniger nachzukommen, die nunmehr eine Glas-Stahlkonstruktion für den Eingangsbereich fordern.

Auch personell dürfte die Landesfahrzeugprüfstelle nicht von besonderer Weitsichtigkeit beschlagen sein. Daß die Kanzleileiterin um frühzeitige Pensionierung und deren Stellvertreterin nunmehr um Versetzung ersucht habe, sei möglicherweise noch als Zufall zu bewerten - im Zusammenhang mit dem abgeschlossenen Disziplinarverfahren gegen den stv. Leiter, Ing. Gabat, der laut Aussagen einiger Mitarbeiter als selbstherrlich und diktatorisch gilt, wären die personellen Vorgänge jedenfalls in einem anderen Licht zu sehen. Ing. Gabat ist aufgefallen, weil er für einen privaten Möbeltransport offensichtlich wirtschaftliche Kontakte seiner beruflichen Tätigkeit in Anspruch genommen habe.

Als besonders aufklärungswürdig erscheint in diesem Zusammenhang neben der Vergabe von Ausnahmebewilligungen von LKW-Nachtfahr-, LKW-Wochenend- und Feiertagsverboten vor allem der Verdacht, dass zwei Firmen solche Bewilligungen ohne Probleme bekommen und seit ca. 2 Jahren keiner Prüfung (gem. § 58/4 KFG) unterzogen wurden.

Planungssprecher Madejski forderte vor diesem Hintergrund eine personelle Veränderung und personelle und technische Aufstockung im Bereich der Landesfahrzeugprüfstelle der MA 46. Im Zusammenhang mit der bevorstehenden EU-Osterweiterung werde der Landesfahrzeugprüfstelle eine besondere Bedeutung zukommen. Straffe Organisation und ein tadelloses Arbeitsklima wären jedoch dafür die Vorraussetzung.

Daher ist laut Madejski eine wesentlich stärkere Einbindung mit allen Gruppen der MA 46 notwendig, um deren Leistungen zu optimieren und zu objektivieren und das entstandene Eigenleben der Landesfahrzeugprüfstelle zu minimieren. Die derzeitigen Zustände dieser MA wären jedenfalls untragbar und müssen von Stadtrat Rudolf Schicker sofort prioritär behandelt werden. Zudem habe die Innenrevision sofort tätig zu werden, um alle Gerüchte aus der Welt zu schaffen, so Madejski abschließend! (Schluss) jen

Rückfragen & Kontakt:

Klub der Freiheitlichen
Pressestelle
Tel.: (01) 4000 / 81 798

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NFW0002