Plass/Grüne: "Steinzeit-Demokratur in Wirtschaftskammer"

Schwarzblaurote Saurier stimmen gegen modernes Wahlrecht

Wien (Grüne) - "Eineinhalb Jahre vor den
nächsten Wirtschaftskammerwahlen hat die Wirtschaftskammer Wien eindrucksvoll unter Beweis gestellt, dass sie noch immer nicht im Europa des 21. Jahrhundert angekommen ist", meint Volker Plass, Vorsitzender der Grünen Wirtschaft und Delegierter zum Wiener Wirtschaftsparlament.

Mit den Stimmen von Schwarz, Blau und Rot wurden Mittwoch abends zwei grüne Anträge für eine dringend notwendige Wahlrechtsreform abgelehnt.

"Der erste Antrag zielte darauf ab, endlich die wichtigsten Gremien der Kammer, die Wirtschaftsparlamente, direkt von den Mitgliedern wählen zu lassen", erläutert Plass: "Doch die drei etablierten Kammerfraktionen wollen offenbar lieber beim derzeitigen, an ein leninistisches Rätesystem erinnernden, indirekten Wahlsystem bleiben."

Mit dem zweiten Antrag sollte die vollkommen unnötige Zettelwirtschaft der zehntausenden Formulare im Vorfeld der Wahlen aus der Welt geschafft werden, die alljährlich die Unternehmen bürokratisch belastet und kammerintern sehr hohe Kosten verursacht. "Die Alt-Kämerer waren jedoch der Meinung, dass diese Schikane zur Ausgrenzung kleiner Fraktionen beibehalten werden soll", meint Plass. "Die Wirtschaftskammer hat damit jegliches Recht verloren, Bürokratieabbau in anderen Bereichen unseres Staates einzufordern, da sie selbst eines der abschreckendsten Beispiele darstellt!"

"Dass Schwarz und Blau in der Wirtschaftskammer von Demokratie nichts halten, ist seit langem bekannt, dass jedoch auch der rote Wirtschaftsverband bei diesem üblen Spiel mitmacht, wird im kommenden Wahlkampf zu thematisieren sein", meint Plass abschließend.

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