SPÖ fordert: "Gesund arbeiten muss ein Recht für alle werden"

Wien (SK) "Alle arbeitenden Menschen gehören in das System von Sicherheit und Gesundheitsschutz einbezogen", forderte SPÖ-Sozialsprecherin Heidrun Silhavy Dienstag anlässlich einer von der sozialdemokratischen Parlamentsfraktion veranstalteten Enquete zum Thema "Gesund arbeiten - ein Recht für alle - Betriebliche Sicherheit und Gesundheitsprävention arbeitsbedingter Erkrankungen". Zahlreiche internationale Untersuchungen untermauern, dass rund 50 Prozent aller Erkrankungen auf Belastung durch Arbeit zurückgehen, deshalb müsse vor allem dem breiten Feld der Prävention verstärkt Aufmerksamkeit zukommen, so Silhavy.****

Die wichtigsten Forderungen der SPÖ im Bereich des Arbeitsrechts fasste die SPÖ-Sozialsprecherin wie folgt zusammen: Die Einbeziehung aller arbeitenden Menschen in das System von Sicherheit und Gesundheitsschutz, eine Vereinheitlichung der ArbeitnehmerInnenschutzregelungen auf dem Niveau der AschG für alle ArbeiterInnen und eine Verankerung der Sozialen Grundrechte und des sozialstaatlichen Prinzips in der Verfassung.

Ein Hauptaugenmerk müsse auf der Prävention liegen, zeigte sich Silhavy überzeugt. Auch die neue Gemeinschaftsstrategie für Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz 2003 bis 2006 setzt vor allem auf verstärkte Prävention. Es sei notwendig, den Wandel der Beschäftigungsverhältnisse und der Modalitäten der Arbeitsorganisation und der Arbeitsgestaltung zu berücksichtigen. Auch berücksichtigt gehöre die veränderte Zusammensetzung der Erwerbsbevölkerung (gestiegener Anteil der Frauen am Arbeitsmarkt, Alterung der Erwerbsbevölkerung, u.s.w.), sowie die sozialen Risken, wie Stress und Schikanierung am Arbeitsplatz, Alkohol, Drogen- oder Medikamentenabhängigkeit. Silhavy verwies auf die Forderung der SPÖ nach Ausgleichsmaßnahmen, welche die SPÖ bereits bei der Enquete zum Thema Nachtarbeit gefordert habe.

"Prävention gehört bereits im Feld der arbeitsassoziierten Gesundheitsschäden angesetzt", so Silhavy. Deshalb müsse die gesetzliche Unfallversicherung im Rahmen des ASVG mit einem umfassenden Präventionsauftrag ausgestattet werden, der auch die Verhütung arbeitsassoziierter Gesundheitsschäden miteinschließt, betonte die SPÖ-Sozialsprecherin. Auch neue Arbeitsformen (atypisch Beschäftigte) müssen im Bereich Prävention und Forschung verstärkt Berücksichtigung finden. "Hier herrscht großer Nachholbedarf", kritisierte Silhavy.

Die SPÖ verlangt daher eine Ausdehnung des gesetzlichen Forschungsauftrags der gesetzlichen Unfallversicherung auf arbeitsassoziierte Gesundheitsschäden, sowie die Auswertung der Forschungsergebnisse zum Zweck der Prävention und gesundheitsförderlichen Arbeitsgestaltung. Außerdem fordert die SPÖ die laufende Anpassung der Liste der Berufskrankheiten auf dem Stand der Wissenschaft. Für Personen, die von einer Berufskrankheit bedroht sind, sind die vorbeugenden Maßnahmen zu verstärken, sodass bei Gefährdung Rehabilitationsanspruch besteht. Hinsichtlich der unterschiedlichen Betriebsgrößen ist nicht zuletzt ein gesetzlicher Auftrag an die Unfallversicherung zur Unterstützung der betrieblichen Gesundheitsförderung sinnvoll. "Sicherheit, Gesundheit und gesundheitliche Vorsorge der arbeitenden Bevölkerung muss uns ein wichtiges Anliegen sein", schloss Silhavy. (Schluss) sk

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