Arbeitslosigkeit/Vana: Versäumnisse Wiens schlagen jetzt erneut zu Buche

Grüne wollen Taten sehen: SP-Wien muss Forderung nach einem Wiener Lehrlingsfonds endlich unterstützen.

Wien (Grüne) - "Leider ist keine Ende der Negativmeldungen über die Wiener Arbeitsmarktsituation in Sicht", resümiert die arbeitsmarktpolitische Sprecherin der Wiener Grünen, Monika Vana, bedauernd über die aktuellen Arbeitslosenzahlen. "Wien verzeichnet mit + 13,2% gegenüber dem Vorjahr nicht nur den stärksten Anstieg aller Bundesländer, sondern auch eine Fortsetzung des Negativtrends. Während in anderen Regionen die Zahlen rückläufig sind, entfallen 85% des Österreichweiten Zuwachses an Arbeit suchenden Menschen auf Wien", so Vana.

Vana sieht Gründe für den Anstieg der Wiener Arbeitslosenzahlen:
"Kein Wunder, erstens hat das Wiener Arbeitsmarktservice die Schulungsmaßnahmen zurückgefahren. Dadurch erhöht sich die Arbeitslosenstatistik automatisch. Hier wird massiv auf Kosten der Arbeitsuchenden gespart. Ich finde es skandalös, dass Schulungs- und Kursmaßnahmen zur Statistikmanipulation herangezogen werden, indem immer mehr Menschen in immer kürzere Maßnahmen gesteckt werden. Für eine wirkliche Verbesserung der Arbeitsmarktchancen der Menschen wird hingegen nichts getan. Im Gegenteil: Erfolgreiche arbeitsmarktpolitische Beratungseinrichtungen werden von der Bundesregierung ausgehungert."

Nach Ansicht Vanas schlagen sich in Wien aber auch Versäumnisse bei der Bekämpfung der Frauenarbeitslosigkeit zu Buche.

Sowohl Frauen im Haupterwerbsalter (25-45 Jahre) als auch Mädchen und junge Frauen sind vom Anstieg der Arbeitslosigkeit besonders stark betroffen. "Die hohe Frauenarbeitslosigkeit ist nicht neu, sondern Produkt einer sich jahrelang abzeichnenden konjunkturellen und strukturellen Fehlentwicklung des Wiener Arbeitsmarkts", kritisiert Vana. "Die Stadtregierung hätte bereits vor Jahren verstärkt in den Arbeitsmarkt investieren müssen. Statt dessen erfolgt erst jetzt eine Finanzspritze an den WAFF (Wiener ArbeitsnehmerInnenförderungsfonds). Dies ist zwar begrüßenswert, aber zu spät."

Bedauerlicherweise setzt sich der Negativtrend der Arbeitsmarktentwicklung auch am Lehrstellenmarkt fort. 158 dem AMS gemeldete offene Lehrstellen stehen 1.346 Lehrstellensuchende gegenüber. Die Grünen erneuern ihre Forderung nach einem Wiener Lehrlingsfonds. "Ich hoffe, dass die SP-Stadtregierung mit ihrer Zustimmung zu unserem Antrag im Gemeinderat zur Einrichtung eines Lehrlingsfonds zeigt, dass ihr die Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit mehr wert ist als nur Schuldzuweisungen an den Bund", so Vana abschließend.

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