Rieder zur Arbeitsmarktdaten: Wien weiterhin aktivstes Bundesland

"Wien stockt Arbeitsmarkt-Mittel für 2004 auf, der Bund kürzt"

Wien (OTS) - "Die Arbeitsmarktdaten sowohl für Oktober als auch für November bestätigen, dass der allgemeine Anstieg der Arbeitslosenzahlen den Wiener Arbeitsmarkt im besonderen trifft", so Wiens Finanz- und Wirtschaftsstadtrat Vizebürgermeister Dr. Sepp Rieder am Dienstag. "Wir haben aus diesem Grund die Wiener Sozialpartner für den 17. Dezember zu einem Arbeitsmarktgipfel geladen, zu dem auch Bundesminister Dr. Martin Bartenstein seine Teilnahme zugesagt hat. Die Problematik der Jugendarbeitslosigkeit sowie die finanzielle Ausstattung des Wiener AMS werden dabei im Mittelpunkt stehen", so Rieder. Von Bundesseite ist trotz massivem Anstieg der Arbeitslosenzahlen eine Kürzung der AMS-Mittel vorgesehen. Für das Wiener AMS würde die Realisierung dieser Vorhaben eine Reduktion um rund 17 Millionen Euro und damit ein Zurückfahren der Maßnahmen bedeuten.

Wien aktivstes Bundesland: 2004 mehr Mittel für Jugendliche und Wiedereinsteigerinnen

Während dem AMS 2004 weniger Bundesmittel zur Verfügung stehen werden, wird Wien im nächsten Jahr 5,5 Millionen Euro an Sondermittel für spezielle Programme für Jugendliche, Wiedereinsteigerinnen und Insolvenzstiftungen im Rahmen des Wiener ArbeitnehmerInnenförderungsfonds - WAFF bereitstellen. Insgesamt stellt die Stadt Wien für nächstes Jahr 56 Millionen Euro für Arbeitsmarktmaßnahmen und wirtschaftpolitische Notstandsmaßnahmen zur Verfügung und ist damit in Bezug auf investive Maßnahmen zur Beschäftigungsankurbelung weiterhin das aktivste Bundesland.

Lehrlingsenquete am 9. Dezember: Ein Viertel der Wiener Lehrlinge aus anderem Bundesland

Darüber hinaus findet am 9. Dezember im Wiener ArbeitnehmerInnenförderungsfonds die Enquete "Lehrausbildung in Wien" statt. Dabei werden im Beisein der Sozialpartner und des Lehrlingsbeauftragten der Bundesregierung neue Lösungsansätze für die Problematik am Lehrstellenmarkt gesucht. Jeder vierte Lehrling, der in Wien ausgebildet wird, kommt aus einem anderen Bundesland.

Jeder vierte österreichische Arbeitsplatz ist in Wien, obwohl hier nur ein Fünftel der Wohnbevölkerung lebt. Etwa 20 Prozent der rund 750.000 "Wiener" Arbeitnehmer kommen aus einem anderen Bundesland. (Schluss) mmr/

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