Die Drachen leben - im "Universum"

Kurt Mündls "Drachen der Kanaren" am Dienstag, dem 9. Dezember, um 20.15 Uhr in ORF 2

Wien (OTS) - "Die Drachen der Kanaren", ein "Universum"-Film von Kurt Mündl, brachte gestern die Gäste bei der Präsentation im Naturhistorischen Museum in Wien zum Staunen. In dieser Dokumentation, die am Dienstag, dem 9. Dezember, um 20.15 Uhr im Format 16:9 und in Stereo in ORF 2 zu sehen ist, zeigt Mündl sensationelle Erstfilmungen von jüngst entdeckten Rieseneidechsen in freier Wildbahn. Darunter eine Art, die der Wissenschaft bis 1999 noch völlig unbekannt war.

ORF-Informationsdirektor Gerhard Draxler zur jüngsten Produktion des Filmemachers: "Dr. Kurt Mündl scheint eine heimliche Leidenschaft fürs Unheimliche zu haben, sieht man sich an, mit welchen Tieren er berufsmäßig Jahre seines Lebens verbracht hat: Stubenfliegen, Spinnen, Skorpionen, Schmetterlinge - und jetzt eben Drachen. Aber Mündl ist eben jemand, der das Gewöhnliche scheut und das Außergewöhnliche sucht - so wie eben auch 'Universum'."

ORF-Hauptabteilungsleiterin Dr. Gisela Hopfmüller hob die Erstfilmungen in den "Drachen der Kanaren" besonders hervor: "Kurt Mündl hat es geschafft, Tiere, die 1999 entdeckt worden sind, erstmals zu filmen - und das vor der BBC und National Geographic. Mündl transportiert in diesem Film aber nicht nur Information, sondern erzählt auch sehr viel vom Mythos der Drachen. Es freut mich auch ganz besonders, dass es gelungen ist, Burgschauspieler Peter Matic, die Synchronstimme von Ben Kingsley, als Sprecher für diese Dokumentation zu gewinnen."

Der Direktor des Naturhistorischen Museums, Dr. Bernd Lötsch, begrüßte darüber hinaus MR Mag. Susanne Krucsay vom BMBWK, den ehemaligen Gesundheitsminister Dr. Franz Kreuzer sowie die "Universum"-Chefs Dr. Walter Köhler und Werner Fitzthum unter den Gästen.

Zoologische Raritäten im Touristenparadies

Wenn man im 21. Jahrhundert von völlig neu entdeckten Tierarten spricht, lässt das aufhorchen. "Nessi" und "Yeti" waren bis dato ein Flop, und kehrt eine Expedition aus unzugänglichen Regenwäldern zurück, um ihre Neuentdeckungen zu präsentieren, passen diese oft in eine Zündholzschachtel: meist Spinnen und Insekten - kaum größer als einige Zentimeter. Aber stattliche Wirbeltiere neu zu entdecken, das gilt auch noch heute als Sensation. Noch dazu, wenn der Ort der Entdeckung nicht im Dschungel Amazoniens liegt, sondern in einem Touristenparadies - auf den Kanarischen Inseln. Kurt Mündl, dem vielfach ausgezeichneten österreichischen "Universum"-Filmer, ist das Kunststück gelungen, diese zoologischen Raritäten für "Universum" mit der Kamera aufzuspüren.

Rieseneidechsen mit österreichischer Vergangenheit

Für Mündl war es, wie er sagt, "eine verpflichtende Herausforderung, diesen Film zu machen". Denn in gewisser Weise schließt sich bei diesem Thema der Kreis in Österreich: Die erste Rieseneidechse der Welt wurde 1889 von dem österreichischen Forschungspionier Oskar Simony auf der kleinen Kanareninsel El Hierro entdeckt. 114 Jahre später wird abermals eine völlig neu entdeckte Rieseneidechse von einem österreichischen "Universum"-Team auf Film gebannt. "Die Tiere werden auf den Kanaren wie Nationalheiligtümer behandelt. Dementsprechend schwer war es, eine Drehgenehmigung von den spanischen Behörden zu bekommen. Doch wir haben es geschafft - vor BBC oder National Geographic Television", freut sich Kurt Mündl.

Vier Monate Drehzeit für beeindruckende Erstfilmungen

Zu den Erstfilmungen, die Kurt Mündl und seinem Team gelangen, zählt auch der gesamte und noch nie gesehene Ablauf des Schlüpfens einer Rieseneidechse aus dem Ei. Neben der Biologie dieser Tiere bietet Mündls Film spannende Spielszenen von den Forschungsreisen Oskar Simonys und von den Ureinwohnern der Kanaren, den so genannten Guanchen, die Eidechsen jagten, da sie ihnen als Nahrung dienten. Hoch qualitative Animationen ergänzen diesen Film, eine Koproduktion von ORF und Power of Earth Productions in Zusammenarbeit mit Norddeutscher Rundfunk und BMBWK. Mündls "Universum"-Team bereiste alle sieben Hauptinseln der Kanaren und die nur schwer zugänglichen kleinen Nebeninseln. Darunter etwa La Graciosa. Die gesamte Drehdauer auf den Kanaren nahm mehr als vier Monate in Anspruch. Spezialequipment, Hubschrauber, Kamerakräne, Makro und Mikrovideo wurden dabei verwendet.

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