Rübig: Mehr und bessere EU-Förderungen für die Kraft-Wärme-Kopplung

Industrieausschuss nimmt Bericht ohne Gegenstimme an

Brüssel, 2. Dezember 2003 (ÖVP-PK) "Energieversorgungssicherheit und Energieeffizienz gehören zu den primären Zielen der EU. Daher müssen wir uns in Zukunft verstärkt mit der Energie und mit der Infrastruktur im Energiebereich auseinandersetzen", sagte heute, Dienstag, der österreichische Europaparlamentarier Dr. Paul Rübig in Brüssel. Als verantwortlicher Berichterstatter der EVP-ED-Fraktion konnte Rübig im Industrieausschuss bei der Richtlinie zur Kraft-Wärme-Kopplung einen guten Kompromiss ausarbeiten. "Ich habe Energieeinsparungen und Energieeffizienz in den Mittelpunkt gestellt. Dieses Grundprinzip wird für die Nachhaltigkeit im Bereich der Energieversorgung eine große Wirkung haben. Gerade die Stromausfälle in Europa im heurigen Sommer haben deutlich gezeigt, wie wichtig eine Verbesserung der Versorgungssicherheit Europas im Energiebereich ist", betonte Rübig. ****

"Die Kraft-Wärme-Kopplung kann eine völlig neue Debatte über Stromversorgungs- und Energieversorgungssicherheit auslösen. Gerade die Sicherheit der kleinen Kreisläufe ist dabei sehr interessant. Kraft-Wärme-Kopplung macht sich bereits im ländlichen Raum durch verschiedene Blockheizkraftwerke sehr gut bemerkbar", so der oberösterreichische Energieexperte. Um einen besseren und breiteren Wirkungsgrad zu erzielen, will Rübig nicht nur die Großanlagen betrachten, sondern auch die vielen kleinen, regionalen und sogar Haushaltsanlagen in die Überlegungen miteinbeziehen. "Dann ist in diesem Markt noch sehr viel drinnen", unterstrich Rübig.

Auf Initiative Rübigs wurde im Bericht die Möglichkeit vorgesehen, dass die EU-Mitgliedstaaten nach Genehmigung der Kommission eine andere von den Europäischen Normungsorganisationen CEN oder CENELEC entwickelte, harmonisierte und einheitlich anzuwendende Methode für die Berechnung des KWK-Stromes verwenden können. "Besonders wichtig war mir auch die Klarstellung, dass es am Ziel der KWK-Förderung absolut vorbeiginge, wenn KWK-Anlagen, die den erzeugten Strom nicht in das Netz einspeisen bzw. nicht Strom, sondern mechanische Energie herstellen, nicht in das Förderregime aufgenommen würden. Ich konnte durchsetzen, dass sich das Europäische Parlament bei der Förderung von KWK für eine klare Gleichstellung der industriellen Eigenversorgung aus KWK-Anlagen mit der Einspeisung ins Netz ausgesprochen hat", ist Rübig zufrieden.

"Ich hoffe, dass wir mit der heutigen einhelligen Annahme des Berichts im Industrieausschuss in der zweiten Lesung im Dezember-Plenum abschließen können. Mir ist eine schlanke Richtlinie wichtig, die nicht zu einem übermäßigen bürokratischen Mehraufwand für unsere Betriebe führt und die die EU-Erweiterung um zehn neue Mitgliedstaaten mit einbezieht", sagte Rübig abschließend.

Rückfragen & Kontakt:

MEP Dr. Paul Rübig, Tel.: 0032-2-284-5749
(pruebig@europarl.eu.int) oder Mag. Philipp M. Schulmeister, EVP-ED
Pressestelle, Tel.: 0032-475-79 00 21 (pschulmeister@europarl.eu.int)

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | VPK0003