AMS: Mehr Arbeitslose aber deutlich kürzere Arbeitslosendauer

Um 11.000 mehr Jobsuchende als im Vorjahr - Arbeitslosenquote lag bei 7,2 Prozent - Arbeitslosendauer seit 1998 um mehr als fünf Wochen verkürzt

(Wien, OTS) – Die Arbeitslosigkeit in Österreich steigt, dafür dauern die einzelnen Arbeitslosigkeitsperioden immer kürzer:
Während eine arbeitslose Person vor fünf Jahren (November 1998) noch 140 Tage auf Jobsuche war, ging die durchschnittliche Arbeitslosendauer seither um mehr als fünf Wochen zurück. Mit durchschnittlich 101 Tagen konnte die Dauer der Arbeitslosigkeit Ende November auch gegenüber dem Vorjahr um sechs Tage verkürzt werden. Zugenommen hat die Zahl der Arbeitslosen: Insgesamt 248.156 Personen waren Ende November arbeitslos gemeldet, das waren um 11.086 oder 4,7 % mehr als im November des Vorjahres. Gegenüber dem Vormonat nahm die Arbeitslosenzahl saisonal bedingt um 24.522 Personen oder 11 % zu. Die nach EU-Kriterien ermittelte saisonbereinigte Arbeitslosenquote für Österreich blieb mit 4,5 % gegenüber Oktober unverändert, stieg aber um 0,2 Prozentpunkte über dem Vorjahreswert. Die nach nationalen Kriterien errechnete Arbeitslosenquote stieg von 6,5 % im Vormonat auf 7,2 % und lag um 0,2 Prozentpunkte über dem Novemberwert des Vorjahres. Das war die höchste November-Arbeitslosenquote seit fünf Jahren.

Vom Anstieg der Arbeitslosigkeit gegenüber dem Vorjahr waren Männer etwas stärker betroffen als Frauen. Während die Frauenarbeitslosigkeit Ende November bei 113.911 Personen lag (plus 4.588 oder 24,2 %), stieg die Männerarbeitslosigkeit auf 134.245 (plus 6.498 oder 5,1 %) Betroffene. Gegenüber dem Vorjahr am stärksten gestiegen ist die Arbeitslosigkeit in den Dienstleistungsberufen (plus 8.470 oder 7,6 %). Vom Zuwachs waren vor allem Lehr- und Kulturberufe, Büro-, Handels-, Reinigungs-, Gesundheitsberufe und technische Berufe betroffen. Im Produktionsbereich stieg die Zahl der Jobsuchenden um 1.497 oder
2,4 %. Der Anstieg geht ausschließlich auf die Zuwächse in den Hilfsberufen zurück. Nur geringfügig über dem Vorjahresniveau lag die Arbeitslosigkeit in den Saisonberufen (plus 1.087 oder 1,7 %). Während die Arbeitslosigkeit bei den land- und forstwirtschaftlichen Berufen um 3,4 % sank, gab es Zuwächse bei den Bauberufen (plus 5,5 %) und den Fremdenverkehrsberufen (plus
0,6 %).

Vom Anstieg der Arbeitslosigkeit waren alle drei großen Altersgruppen betroffen. Die relativ stärksten Zuwächse gab es bei den Jugendlichen. Dort stieg die Arbeitslosigkeit gegenüber dem Vorjahr um 6,8 % oder 2.711. Bei den Personen im Haupterwerbsalter zwischen 25 und 49 Jahren nahm die Arbeitslosigkeit um 7.599 oder 5,1 % zu. Bei den über 50-Jährigen stieg die Zahl der Jobsuchenden nur leicht um 776 Personen oder 1,6 %.

Regional betrachtet ging die Arbeitslosigkeit gegenüber dem Vorjahr in Oberösterreich (minus 447 oder 1,8 %), im Burgenland (minus 150 oder 2,1 %) und in Kärnten (minus 159 oder 0,8 %) zurück. Am stärksten war der Anstieg der Arbeitslosigkeit in Wien (plus 9.389 oder 13,2 %) und in Vorarlberg (plus 674 oder 7,7 %). In den übrigen Bundesländern war der Anstieg der Arbeitslosenzahl gering:
Niederösterreich (plus 2,6 %), Salzburg (plus 1,9 %), Tirol (plus 1,6 %) und die Steiermark (plus 0,7 %).

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