292.283 Arbeitsuchende im November: Tumpel verlangt ein Zukunftspaket für die Jungen

AK Präsident: Regierung will 42.500 arbeitslose Jungendliche mit Alibi-Maßnahmen abspeisen und "schickt das AMS zum Kreditaufnehmen"

Wien (AK) - Sofort ein Zukunftspaket mit wirksamen Maßnahmen für die Ausbildung und Beschäftigung der Jugendlichen verlangt AK Präsident Herbert Tumpel. "Mehr als 292.000 Menschen suchen in Österreich Arbeit, 42.500 Junge sind arbeitslos und die Regierung will sich mit völlig unzureichenden Maßnahmen über die Runden retten bis irgendwann der Konjunkturaufschwung wirklich kommt", sagt Tumpel. Gerade bei den Jugendlichen steigt die Arbeitslosigkeit besonders dramatisch an. Der AK Präsident verlangt daher von der Regierung ein 100-Millionen-Euro-Zukunftspaket für die Jungen: 7.000 sichere Plätze im Auffangnetz zur Jugendausbildung, die Förderung von Ausbildungsverbünden und 4.000 zusätzliche Plätze an den berufsbildenden Schulen. "Die Jungen brauchen wieder gute chancen auf dem Arbeitsmarkt", sagt Tumpel, "der Schlüssel dafür ist die Ausbildung - dafür müssen Regierung und Wirtschaft mehr tun." Ein "Skandal" ist für Tumpel, dass das Arbeitsmarktservice im nächsten Jahr wahrscheinlich gezwungen sein wird, Kredite aufzunehmen, weil der Finanzminister nur für einen Teil des AMS-Defizits haftet. Tumpel: "Alle Prognosen sagen das gleiche: 2004 wird das schlimmste Jahr für den Arbeitsmarkt seit langem - bis zu 12.000 Arbeitslose mehr, Monat für Monat. Und die Regierung macht nichts um die Konjunktur anzukurbeln, macht nichts damit die Jungen wieder bessere Chancen haben und schickt das AMS zum Kreditaufnehmen - das ist unverantwortlich." ****

Exakt 248.156 Personen waren im November arbeitslos. Zusätzlich 44.127 Personen sind in Schulung und suchen auch Arbeit. 292.283 Arbeitsuchende im November bedeuten gegenüber dem Vorjahr einen Anstieg um 11.689 Personen. Schlimmer noch bei den Jungen: Im November waren 42.519 unter 25-Jährige arbeitslos - um 3.382 mehr als im Oktober und um 6,8 Prozent mehr als im Vojahr.

Gerade für die Jungen seien das so geannnte Konjunkturpaket der Regierung und das jüngst vorgestellte Jugendpaket nicht mehr als Alibi, sagt Tumpel. "Die Jungen brauchen wieder Chancen auf dem Arbeitsmarkt", sagt der AK Präsident, "dafür müssen die Regierung und die Wirtschaft endlich was tun." Die AK verlangt: 7.000 sichere Plätze im Auffangnetz zur Jugendausbildung, die Förderung von Ausbildungsverbünden und 4.000 zusätzliche Plätze an den berufsbildenden Schulen.

Dass ein Vorstand des Arbeitsmarktservice in den Medien um Hilfe ruft, weil das AMS im nächsten Jahr Kredite aufnehmen muss, weil der Finanzminister nur für einen Teil des AMS-Defizits haftet, bezeichnet Tumpel als Skandal: "Das AMS muss jetzt schon alle Reserven zusammenkratzen, die Regierung hat zwei Milliarden Euro aus der Arbeitslosenversicherung fürs Nulldefizit abgezogen und gerade vor dem schlimmsten jahr für den österreichischen Arbeitsmarkt seit langem schickt die Regierung das AMS zum Kreditaufnehmen." Tumpel verlangt, dass die Regierung endlich ihre Verantwortung wahrnimmt und genug Geld für eine aktive Arbeitsmarktpolitik bereitstellt, damit Arbeitsuchende wieder bessere Chancen haben.

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