Die Situation auf dem nö. Arbeitsmarkt ist unverändert angespannt

Wien (OTS) Da die Konjunkturflaute nach wie vor erhebliche negative Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt hat, kann der Anstieg der Arbeitslosigkeit in Niederösterreich nur durch eine Ausweitung der Aktivitäten des AMS NÖ in Grenzen gehalten werden: So sind Ende November beim AMS NÖ insgesamt 37.376 Personen arbeitslos vorgemerkt, um 931 (od. 2,6 %) mehr als zur gleichen Zeit des Vorjahres. Österreichweit stieg die Arbeitslosigkeit zum Monatsende im Vergleich zum Vorjahr um 11.086 (od. 4,7 %) auf insgesamt 248.156. Den größten Anstieg aller Bundesländer verzeichnete Wien mit + 9.389 (od. + 13,2 %).

Der Anstieg der Arbeitslosigkeit konnte heuer in NÖ nur durch verstärkte Schulungen des AMS NÖ einigermaßen stabilisiert werden. Die Statistik bezieht nämlich jene Arbeitslosen nicht mit ein, die an Schulungsmaßnahmen teilnehmen. Ende November 2003 befinden sich in NÖ insgesamt 6.552 Personen in Schulung, um 606 (od. 10,2 %) mehr als im Vorjahr. Österreichweit stehen insgesamt 44.127 Personen in Schulung, um 603 (od. 1,4 %) mehr als Ende November 2002.

Regional betrachtet steigt die Arbeitslosigkeit derzeit am stärksten im Weinviertel und zwar in den Bezirken Hollabrunn (+ 221 od. + 23,5 %), Mistelbach (+ 212 od. 12,9 %) und Gänserndorf (+ 186 od. 9,9 %). In Neunkirchen (- 236 od. 9,1 %), St. Pölten (- 124 od. -3,1 %) und Melk (- 114 od. - 7,7 %) hingegen ist sie im Jahresvergleich zum Teil stark rückläufig.

Hohe Arbeitslosigkeit bei Jugendlichen und Lehrstellensuchenden

Trotz der rege in Anspruch genommenen AMS NÖ-Förder- und Qualifizierungsoffensive - Ende November waren insgesamt 2.560 Jugendliche in Maßnahmen des AMS NÖ - steigt die Arbeitslosigkeit der 15 bis unter 25-Jährigen nach wie vor überdurchschnittlich: Ende November waren insgesamt 6.658 Personen unter 25 Jahre arbeitslos vorgemerkt, um 510 oder 8,3 % mehr als im Vorjahr.

Auch am Lehrstellenmarkt ist die Situation gegen Jahresende in NÖ. deutlich schlechter als im Vorjahr: Ende November beträgt die rechnerische Lücke zwischen dem Lehrstellenangebot (247) und den lehrstellensuchenden Jugendlichen (913) in NÖ. 666. Um die Probleme am Lehrstellenmarkt zu minimieren, stehen heuer mit 900 Lehrgangsplätzen um 300 mehr als im Vorjahr zur Verfügung. Auch bei den Jugendlichen konnte die Kapazität für 2004 um rund 50 % erhöht sodass knapp 1.900 Ausbildungsplätze für das kommende Jahr zur Verfügung stehen werden."

Kein Rückgang der Arbeitslosigkeit in NÖ. abzusehen

Trotz eines aufkeimenden Konjunkturoptimismus wird die Lage auf dem Arbeitsmarkt auch im Jahr 2004 angespannt bleiben. Vor dem Hintergrund einer anhaltenden Nachfrageschwäche werden im Laufe des Jahres 2004 kaum zusätzliche Arbeitsplätze entstehen. Gleichzeitig ist - trotz Konjunkturschwäche - eine Ausweitung des Angebotes an Arbeitkräften zu erwarten. Dies wird vor allem im Wien und in NÖ zu einem deutlichen Anstieg der Arbeitslosigkeit führen. Die Arbeitslosenquote wird heuer in NÖ 6,9 % der unselbständigen Erwerbspersonen und im kommenden Jahr 7,2 % erreichen.

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