Neuer Fonds für Kunst im öffentlichen Raum

Wien (OTS) - In Zusammenarbeit zwischen den Ressorts Kultur, Stadtentwicklung und Wohnbau wird in Wien mit Beginn des Jahres 2004 ein Projekt gestartet, das die KUNST IM ÖFFENTLICHEN RAUM nach gegenwartsbezogenen Kriterien neu strukturieren und verbessern soll. In der Sitzung des Gemeinderatsausschusses für Kultur wurde am Dienstag die Einrichtung eines diesbezüglichen Fonds beschlossen.****

Der durch die Stadt Wien finanzierte Fonds, dessen Konstruktion mit jener des Altstadterhaltungsfonds vergleichbar ist, wird mit Beginn 2004 eingerichtet. Sein Ziel ist die Anhebung der Qualität von Kunst im Öffentlichen Raum, ihre Förderung, Dokumentation und Vermittlung. Eine kompetente fünfköpfige Fachjury soll über eingereichte Projekte entscheiden, selbständig Projekte initiieren, oder auch durch Wettbewerbe temporäre oder inhaltliche Schwerpunkte setzen. Die Mittel für den Fonds kommen aus jenen Geschäftsbereichen der Stadt Wien, die öffentliche Bauvorhaben realisieren (Wohnbau bzw. Stadtentwicklung). Die Basisfinanzierung soll rund 800.000 Euro jährlich betragen.

"Die Stadt Wien hat bei neuen Wohnanlagen immer wieder Kunstprojekte realisiert. Deshalb arbeiten wir gerne an diesem neuen Projekt mit", meinte dazu Wohnbaustadtrat Werner Faymann. Für Planungsstadtrat Rudolf Schicker "eröffnet der Fonds reale Möglichkeiten für Kunstformen wie sie in Städten wie München, Bremen oder Hamburg bereits umgesetzt wurden." In diesem Zusammenhang erinnerte Schicker auch an das im Regierungsprogramm "100 Projekte für Wien" verankerte "50-Orte-Programm" bzw. die mittlerweile für mehrere Bezirke laufende Studie über eine "Neuinterpretation des öffentlichen Raums".

"Gerade seit den 1990er Jahren wurde Kunst, die außerhalb der großen Institutionen und musealen Speicher stattfindet, wieder zu einem großen Thema," betonte Wiens Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny zur Einrichtung des Fonds. "Durch dieses Projekt ergeben sich neue Möglichkeiten für Künstlerinnen und Künstler, außerhalb der großen Institutionen auf die Menschen zuzugehen und sich mit räumlichen und gesellschaftlichen Situationen auseinander zu setzen". (Schluss) sas/gb/gmp

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