SP-Klubobmann Dr. Frais gegen Grassers Telekom-Pläne: Ausverkauf Österreichs geht in die nächste Runde

100prozentiger Ausverkauf der Telekom laut Finanzminister fix=

Trotz Austria-Tabak-Verschleuderung, voestalpine-Debakel und den aktuellen Horrormeldungen über verschwindend geringe Erlöse beim Verkauf der Bundeswohnungen zielt die Regierung schon auf den Totalverkauf der Telekom Austria. SP-Klubchef Dr. Karl Frais stellt sich gegen diesen neoliberalen Ausverkaufswahn: „Die bisherigen Privatisierungsprojekte der Bundesregierung führten durchwegs zum Ausverkauf ins Ausland. Auch finanziell endete die Verscherbelung von Volksvermögen regelmäßig im Desaster. Die Dividendenzahlungen von Austria Tabak und voestalpine werden in den Budgets der kommenden Jahre fehlen. Warum jetzt auch die Telekom Austria ohne Not zu hundert Prozent privatisiert werden soll, ist gänzlich unverständlich.“

Hinzu komme, dass auch der Telekom-Austria-Chef Heinz Sundt vorgeschlagen habe, eine Sperrminorität in österreichischer Hand zu halten, denn sonst könne nicht einmal der Verbleib der Unternehmenszentrale in Österreich garantiert werden. Genau diese Gefahr sieht auch Frais: „Wir dürfen nicht zulassen, dass gewinnbringende österreichische Unternehmen, die eine Vielzahl heimischer Arbeitsplätze sichern, aus bloß ideologischen Gründen ins Ausland abverkauft werden. Der jüngste Fall Carrera sollte Grund genug sein, sich gegen eine solche Politik zu stellen.“

Im sensiblen Telekom-Geschäft gehe es neben wirtschaftlich-unternehmerischen Gründen aber auch um Standortbedingungen und Infrastruktur. „Wenn die Telekom Austria ausverkauft wird, dann droht eine massive Schlechterstellung der Festnetzinfrastruktur in den regionalen Randgebieten. Die Telekom Austria kommt hier derzeit dem staatlichen Versorgungsauftrag nach und macht ihre Gewinne hauptsächlich im Mobilfunksektor. Ein ausländischer Investor wird für die heimische Infrastruktur weniger Verständnis haben und könnte die Telekom Austria auf den gewinnbringenden Mobilfunksektor reduzieren. Dann müsste der Steuerzahler erneut für die teure Festnetzinfrastruktur aufkommen,“ betont Frais.

Rückfragen & Kontakt:

SPÖ Oberösterreich
Pressereferat
Gerald Höchtler
Tel.: (0732) 772611-22
gerald.hoechtler@spoe.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | DS40001