"profil": Veterinäruniversität führte unangemeldete Tierversuche durch

Gutachten im Auftrag des Landwirtschaftministeriums ortet meldepflichtige Tierversuche

Wien (OTS) - Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner Montag erscheinenden Ausgabe berichtet, kommt ein Gutachten der Österreichischen Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit zum Ergebnis, dass an der Veterinärmedizinischen Universität Wien (VUW) unangemeldete Tierversuche durchgeführt wurden. Bei den kritisierten Praktiken handelt es sich um so genannten Embryotransfers, die im Rahmen eines Forschungsprojekts an Pferden durchgeführt wurden. Die Versuche fanden zu an der von Professor Jörg Aurich geleiteten Universitätsklinik für Geburtshilfe an der VUW statt.

Das Landwirtschaftsministerium, von dem das Forschungsprojekt finanziert wird und von dem das Gutachten routinemäßig in Auftrag gegeben wurde, stellte nach Vorliegen der Expertise Anfang November seine Zahlungen mit sofortiger Wirkung ein. Zu diesem Zeitpunkt waren 8.000 von insgesamt 39.000 Euro bereits an die Universität geflossen. Nach Ansicht von Daniel Kapp, dem Sprecher von Landwirtschaftsminister Josef Pröll, enthält, "das Gutachten enthält schwerwiegende Vorwürfe, die, wenn sie wahr sind, nicht zu rechtfertigendes Verhalten dokumentieren".

Freiherr Wolf-Dietrich von Fircks, der Rektor der VUW, dementiert, dass es sich bei der Behandlung der Pferde um Tierversuche nach dem Tierversuchsgesetz gehandelt hat:
"Embryotransfers sind so unproblematisch, dass sie nicht einmal ein Tierarzt durchführen muss, das ist eine Routinebehandlung", reagiert von Fircks auf die im Gutachten erhobene Vorwürfe.

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