Lehrerfrühpensionierungen:Kärnten sorgte Problemen rechtzeitig vor

LH Haider: Land reagierte durch Sicherung von Kleinstschulen und Finanzierung zusätzlicher Landeslehrer - Forderung an Bund Erhaltung regionaler Schulstruktur stärker finanziell mitzutragen

Klagenfurt (LPD) - Zur derzeitigen Diskussion über die Lehrerfrühpensionierungen mitten im Schuljahr stellte heute, Samstag, Schulreferent Landeshauptmann Jörg Haider fest, dass es in Kärnten kaum Probleme in diesem Zusammenhang geben werde. Durch die Änderung der Schulgesetze zur Absicherung von Kleinstschulen, die Finanzierung zusätzlicher Landeslehrer und den "Kärntner Sozialplan", der pensionsberechtigten Lehrern bereits im Schuljahr 2002/03 den Berufsaustieg ermöglichte, habe das Land nämlich rechtzeitig vorgesorgt, erklärte der Landeshauptmann. Weiters forderte er die Bundesregierung auf, die Erhaltung der regionalen Schulstruktur und Erhaltung eines optimalen Bildungsangebotes stärker finanziell mitzutragen.

Kärnten habe in den letzten Jahren gute Arbeit im Bereich der Volks-, Haupt-, Sonderschulen und Polytechnischen Schulen geleistet, unterstrich Haider. Durch die Änderung der Schulgesetze habe man die Absicherung der "Kleinstschulen" als Expositurstandorte erreicht und außerdem die Finanzierung der Landeslehrer weit über den Finanzausgleich hinaus übernommen. So seien rund 34,7 Millionen Euro seitens des Landes aufgewendet worden, um statt 4.750 Lehrern über 5.100 in den Schulen zum Einsatz zu bringen und somit die Qualität des Unterrichtes deutlich zu steigern.

Weiters sei auf die seit Schulanfang erfolgten Pensionierungen von rund 160 Lehrern rechtzeitig und umsichtig reagiert worden. So sei bereits seit September eine entsprechende Anzahl von Lehrern als Personalreserve an den einzelnen Schulen tätig, welche jetzt voll zum Einsatz kommen werde, erklärte der Schulreferent. Auch für jene Fälle, wo aus pädagogischen Gründen ein Klassenlehrer neu eingesetzt werden müsse, sei für eine rasche Nachbesetzung Vorsorge getroffen worden. Circa 60 jungen Pädagogen, die bereits einige Jahre auf den Wartelisten stünden, könne damit eine Anstellung ermöglicht sowie eine neue Berufschance eröffnet werden. Haider strich außerdem hervor, dass durch den "Kärntner Sozialplan" der überwiegende Teil der pensionsberechtigten Lehrer bereits im Schuljahr 2002/03 aus dem Berufsleben ausgestiegen sei. Dadurch habe ein weiterer Lehrerwechsel während des Schuljahres vermieden werden können. Auch diese Aktion sei durch das Land Kärnten mit einem Budgetaufwand von über elf Millionen Euro unterstützt worden.

"Diese umsichtige aber auch kostenintensive Planung zum Wohle der Schuljugend Kärntens ist mir ein besonderes Anliegen", betonte der Landeshauptmann. Gleichzeitig forderte er den Bund auf, dem Versprechen in der Regierungserklärung nachzukommen, das die Erhaltung der regionalen Schulstruktur und damit ein optimales Bildungsangebot als ein besonderes Anliegen definiere. Die finanzielle Belastung für diese wichtigen Schritte dürfe nicht nur den Ländern übertragen werden, so Haider.
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