Finanzministerium: Zahlenspekulationen über Verkaufspreis der Bundeswohnbaugesellschaften verfrüht

Privatisierung der Bundeswohnbaugesellschaften ist transparenter Prozess

Wien (OTS) - Über den zu erwartenden Kaufpreis der fünf Bundeswohnbaugesellschaften können derzeit keine Angaben gemacht werden, jegliche Zahlenspekulationen sind in der jetzigen Phase, in der dem Eigentümer auch noch keine Angebote von Seiten der qualifizierten Bewerber vorliegen, verfrüht. Deshalb gibt es von Seiten des Eigentümers zur Zeit keinerlei Einschätzung des Verkaufspreises, der jüngst in den Medien kolportierte Verkaufswert der Gesellschaften in der Höhe von 500 Mio. EURO folgt einer Argumentation des Rechnungshofes, der in seinem Bericht vorschlägt, mögliche Einnahmen aus dem Verkauf dem Gesellschaften dem Verlustentgang auf Basis der Dividenden und des Mieterlöses gegenüberzustellen.

Bewertung von Unternehmen

Bei Unternehmen ist eine andere Bewertungsgrundlagen nötig als bei reinem Wohnungsverkauf.

Das Finanziministerium kritisiert, dass in der öffentlichen Diskussion die Bewertung der Wohnbaugesellschaften wiederholt mit der Bewertung eines reinen Wohnungsverkaufs gleichgesetzt wird. Dabei wird nicht berücksichtigt, dass für die Bewertung von Unternehmen die heutige und zukünftige Entwicklung der Ertragskraft unter Einbeziehung aller Kosten und Erträge des Unternehmens entscheidend ist. Auch ist die Verschuldung der Unternehmen bei der Ermittlung des Gesamtwertes bzw. des Wertes des Eigenkapitals entsprechend zu berücksichtigen.

Über den Verkaufserlös der Bundeswohnbaugesellschaften sind derzeit keine Einschätzungen möglich. Weiters können derzeit auch keine Aussagen über den Erlös bei einer etwaigen Verbriefung der Mieterlöse der fünf Bundeswohnbaugesellschaften getätigt werden, da es sich nur um eine mögliche Verwertungsvariante handelt.

Höchstmögliche Transparenz bei gleichzeitiger Wahrung der Bieterinteressen

Bei der Privatisierung der fünf Bundeswohnbaugesellschaften BUWOG, WAG, WBG, EBS und ESG wird nach transparenten und einheitlich angewandten Kriterien in mehreren schritten Bestbieter ausgewählt. Dennoch unterliegen manche Fakten wie die Anzahl und Namen der Bieter der Vertraulichkeit. Ein öffentliche Information dazu würde für die Unternehmen selbst wie auch für den Verkaufsprozess nachteilig sein. Ein offener und transparenter Verkaufsprozess ist die beste Gewähr dafür, dass durch den Wettbewerb der Investoren der optimale Preis für die Gesellschaften ermittelt werden kann.

Die nächsten Schritte bei der Privatisierung der fünf Bundeswohnbaugesellschaften

Dezember 2003: Einreichfrist für indikative Angebote der 25 qualifizierten Interessenten Anfang 2004: Shortlist der im Bieterverfahren verbleibenden Investoren. Entscheidung der Republik Österreich über Fortführung des Bieterverfahrens oder Verbriefung der Mieterlöse der fünf Bundeswohnbaugesellschaften.

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