Düstere Aussichten für Menschlichkeit

Präsident des Internationalen Roten Kreuzes klagt Politisierung der humanitären Hilfe an

Wien, Genf (Rotes Kreuz) - "Die wachsende Politisierung
humanitärer Hilfe und die wachsende Zahl von Übergriffen auf Mitarbeiter des Roten Kreuzes sind alarmierende Realität geworden", sagte Juan Manuel Suárez del Toro anlässlich der Eröffnung der Rotkreuz-Generalversammlung in Genf. Del Toro ist Präsident der Internationalen Föderation des Roten Kreuzes und Roten Halbmondes, der 181 nationale Gesellschaften angehören. "Die Achtung vor unserer unparteilichen, neutralen und rein humanitären Arbeit erodiert zunehmend."

Die humanitären Herausforderungen seien in den vergangenen Jahren noch gewachsen, sagte del Toro weiter. "Außer der epidemischen Ausbreitung von HIV/Aids in den Ländern Osteuropas und einer wachsenden Zahl von Naturkatastrophen stehen die Rotkreuz-Arbeiter in aller Welt Konflikten und Gewaltakten gegenüber, die auch vor Zivilisten nicht halt machen."

Die etwa 800 Vertreter der nationalen Gesellschaften haben in den kommenden Tagen in Genf ein entsprechend ambitioniertes Programm abzuarbeiten. Unter dem Schwerpunkt-Thema "Schutz der menschlichen Würde" werden sie Konzepte "gegen das Vergessen" erarbeiten.

"Unsere Bemühungen gelten verstärkt den Opfern vergessener Katastrophen, wir arbeiten gegen die Armut und Ungleichheit, mit der Millionen Menschen täglich konfrontiert sind. Intoleranz und Diskriminierung raubt den Menschen ihre Würde", ergänzt der Generalsekretär des Österreichischen Roten Kreuzes, Wolfgang Koptezky.

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