Umfahrung Leobersdorf: Brücken fertig

LH Pröll: Bevölkerung braucht rasche Entlastung

St. Pölten (NLK) - Seit dem Spatenstich im Frühjahr wird mit Hochdruck an der Realisierung der Umfahrung Leobersdorf (L 151) gearbeitet. Die Rettungsgrabungen des Bundesdenkmalamtes sind abgeschlossen, die erforderlichen Brücken sind fertig. In den nächsten Tagen werden die eigentlichen Straßenbauarbeiten beginnen. Die neue Entlastungsstraße wird Ende 2004 für den Verkehr freigegeben. "Die Bevölkerung braucht eine rasche Entlastung", so Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll.

Nachdem im Bereich der Trasse awarische und mittelalterliche Gräber vermutet wurden, hat das Bundesdenkmalamt vorweg Untersuchungen durchgeführt. Seinerzeit wurden beim Schotterabbau (ehemalige Mülldeponie) Awarengräber gefunden. Außer einer Grabstelle, die gesichert wurde, gab es bisher keine weiteren Funde.

Durch den zunehmenden Schwerverkehr, der sich mitten durch das Ortszentrum von Leobersdorf wälzt, wurde der Ruf nach einer Ortsumfahrung immer lauter. Zudem gab es südlich von Leobersdorf bei der Kreuzung zwischen den Landesstraßen L 151 und L 4040 Richtung Sollenau immer wieder schwere Unfälle. Diese Kreuzung wird durch einen Kreisverkehr entschärft.

Die 1,8 Kilometer lange Ortsumfahrung Leobersdorf wird das Ortszentrum von bis zu 8.000 Fahrzeugen pro Tag entlasten. Die neue Straße ist für eine durchschnittliche Geschwindigkeit von 70 km/h geplant. Im Zuge der Umfahrung werden auch zwei neue Kreisverkehre errichtet.

Die Ortsumfahrung von Leobersdorf beginnt beim Kreisverkehr ARED-Park (Enzesfelderstraße mit der L 4021) und endet beim neuen Kreisverkehr bei der Kreuzung der Landesstraßen L 151 und L 4040. Vom ARED-Park-Kreisverkehr bis zur Autobahn wird die bestehende Enzesfelderstraße ausgebaut und die Kuppe über die Hochquellenwasserleitung entschärft. Gleichzeitig wird in diesem Abschnitt ein kombinierter Geh- und Radweg geführt, um die Fußgänger und Radfahrer sicher vom Ortszentrum zum Einkaufszentrum LEO-Park zu führen.

Westlich der Autobahn wird ein Kreisverkehr errichtet, von dem die Trasse Richtung Süden parallel zur Autobahn führt. Die neue Trasse führt mit der Brücke über die Triesting Richtung Osten, quert die Autobahn unter der bestehenden Autobahnbrücke A 2 und geht hier parallel zur Autobahn Richtung Süden.

Hier wurden zwei neue Brücken für die Bahn und für die Neuanbindung der Mühlgasse errichtet, so dass die Straße niveaufrei unter beiden kreuzt. Im Bereich des Wasserwerks mündet die 1,8 Kilometer lange Umfahrung mittels eines Kreisverkehrs in die bestehende L 151.

Die Gesamtkosten der Umfahrung betragen rund 5,7 Millionen Euro und werden zu 80 Prozent vom Land Niederösterreich und zu 20 Prozent von der Gemeinde Leobersdorf getragen.

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