LH Haider: Neubau Verwaltungszentrum nicht weiter verzögern

Arbeitsplatzqualität in Hochhaus Mießtaler Straße nicht zumutbar

Klagenfurt (LPD) - Bei einer Begehung des Amtsgebäudes Hochhaus Mießtaler Straße hat sich Landeshauptmann Jörg Haider gestern, Donnerstag, persönlich davon überzeugt, dass zwar derzeit keine Gefahr für Leib und Leben bestehe, eine Sanierung des Gebäudes aber dringend notwendig sei. Die Begehung erfolgte mit dem Kommandanten der Berufsfeuerwehr Klagenfurt, Branddirektor Alfred Schlieber, und dem Geschäftsführer der Landesimmobiliengesellschaft (LIG), Johann Polzer.

"Das Gebäude befindet sich in einem Zustand, der den Mitarbeitern kaum noch zumutbar ist", stellte Haider im Anschluss an den Lokaltermin fest. Es sei zwar keine Gefahr im Verzug und der feuerpolizeiliche Status sei laut Kommandant Schlieber gerade noch vertretbar, jedoch müsse nun schleunigst eine Verbesserung der Arbeitsplatzsituation in Angriff genommen werden. Der Bau des neuen Verwaltungszentrums sei in diesem Zusammenhang die sinnvollste Lösung, betonte der Landeshauptmann. Ein Neubau sei einer alleinigen Sanierung des alten Hochhauses jedenfalls sowohl aufgrund des finanziellen Vorteils, als auch aufgrund der nur damit zu verwirklichenden Verwaltungskonzentration vorzuziehen.

Derzeit gebe es in ganz Klagenfurt verteilt 30 Dienststellen, ein zeitgemäßes Bürgerservice sei nur umsetzbar, wenn diese im neuen Verwaltungszentrum zusammengefasst würden, so Haider. Auch der Bundesrechnungshof habe in seinem jüngsten Bericht die bauliche Standortkonzentration als wesentliche Voraussetzung für den Erfolg der Verwaltungsreform genannt. Vergleichsrechnungen hätten bei der Verwaltungskonzentration einen Einsparungsvorteil von rund 22 Millionen Euro gegenüber einer Sanierung ergeben.

Auch im Hinblick auf die Mitarbeiter betonte der Landeshauptmann, dass es ohne den Bau des Verwaltungszentrums zu keiner durchgreifenden Verbesserung der Arbeitsplatzqualität gemäß den Arbeitnehmerschutzbestimmungen kommen könne, da auch zahlreiche andere Gebäude für Büroräumlichkeiten in vielen Bereichen nicht geeignet seien. Nachdem nun sowohl Landes- und Bundesrechnungshof als auch ein unabhängiger Wirtschaftsprüfer das Projekt Verwaltungskonzentration geprüft und befürwortet hätten, sei es an der Zeit zu handeln, meinte der Landeshauptmann. Nicht zuletzt sei auch die bisherige Verzögerung vom Bundesrechnungshof ausdrücklich kritisiert worden.

Wie der Landeshauptmann weiter mitteilte, schreibe der bereits rechtskräftige Baubescheid des Magistrats Klagenfurt für das Verwaltungszentrum allein 106 brandschutztechnische Verbesserungsmaßnahmen für die Sanierung des Hochhauses in der Mießtaler Straße vor. Insbesondere handelt es sich dabei um notwendige generelle Adaptierungen auf gültige Brandschutznormen, den Einbau eines brandschutzbeständigen Liftes samt Überdruckschleuse, den Einbau eines behindertengerechten Rettungsaufzuges, den Einbau einer neuen Brandschutzmeldeanlage inklusive Brandmeldern in den Büros und den Einbau von automatischen Rauchabzugsklappen in den obersten Decken der Stiegenhäuser.
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