Bezirksmuseum 22: Zinnfiguren und "Kieselkunst"

Wien (OTS) - Der Bezirksvorsteher des 22. Bezirkes, Franz-Karl Effenberg, eröffnet am Sonntag, 30. November, um 10.30 Uhr, im Bezirksmuseum Donaustadt in Wien 22., Am Kagraner Platz 53/54 ("Altes Feuerwehrhaus"), zwei Sonder-Ausstellungen. Neben der Präsentation "Zinnfiguren aus der Sammlung Peter Ewald Kovar" wird die Schau "Kieselkunst, Gemälde und Collagen von Helene van der Kolk" gezeigt. Der erfahrene Sammler Peter Ewald Kovar entführt die Besucher mit historischen und neuen Stücken in die vielfältige Welt der Zinnfiguren, dabei wird konsequent auf das Klischee vom "Zinnsoldat" verzichtet. Die Exponate reichen von Märchen-Gestalten aus Zinn oder weihnachtlichen Zinnfiguren bis zu Zinn-Bestandteilen von Brettspielen (Schach, etc.). Genauso interessant ist die "Kieselkunst" der Helene van der Kolk. Die Künstlerin entdeckt in Steinen aus Flüssen, Wäldern und Wiesen verborgene Lebewesen und erweckt die Geschöpfe, häufig sind es Tiere, allein mit Farbe und Pinsel zum Leben. Ihre Ölmalereien basieren auf selbst erdachten Geschichten, mit Papier-Collagen möchte die Kreative einer "Flut der Reklame" Einhalt gebieten. Beide Ausstellungen laufen bis Sonntag, 22. Februar 2004, der Eintritt ist kostenlos. Die Öffnungszeiten des Bezirksmuseums lauten: Mittwoch von 17 bis 19 Uhr, Sonntag von 10 bis 12 Uhr.

Telefonische Auskünfte: 203 21 26

Weitere Informationen zu den aktuellen Ausstellungen geben die ehrenamtlichen Museumsmitarbeiter (während der Öffnungsstunden) unter der Telefonnummer 203 21 26. Das Bezirksmuseum Donaustadt ist am Mittwoch, 24. Dezember (Heiliger Abend), zwischen 10 und 14 Uhr geöffnet. Am 25. und 26. Dezember wie auch am 1. Jänner bleibt das Museum geschlossen.

Der Zinnfiguren-Spezialist Peter Ewald Kovar besitzt eine recht umfangreiche Sammlung. Im Donaustädter Bezirksmuseum stellt der Kenner zahlreiche im Handel nicht mehr erhältliche Figuren vor. Vom "Pferderennen um 1900" bis zu einem Feuerwehr-Szenario gibt es etliche "Gustostückerln" zu sehen. Kovar klärt uns über die Entstehung einer Zinnfigur (von der Idee bis zum Gravieren der Zinngussform und dem Bemalen des Produkts) auf und erinnert an die große Beliebtheit solcher Figuren in alter Zeit. Bereits im Biedermeier gab es neben "militärischen" Figuren auch Tier- und Götter-Serien sowie hübsche Zinngestalten zu Themen wie Theater und Zirkus. Heute erfreuen sich jugendliche Zinnfiguren-Sammler jedoch mehr an modernen "Fantasy"-Helden.

Die empfindsame Malerin Helene van der Kolk studierte in Wien (Zoologie), lebte ab 1975 in Holland und fand 1981 den Weg zur "Kieselkunst". In manchen Steinen versteckte Wesen bringt die Künstlerin mit der Kraft der Farbe zum Vorschein, stets bleibt die ursprüngliche Form des Gesteins erhalten. Oftmals lockt die Malerin liebe Tiere aus den Steinen hervor, in ihren Ölbildern und Collagen stehen andere Motive im Vordergrund. Im Jahre 1994 kehrte Helene van der Kolk nach Wien zurück. Bei mehrfachen Ausstellungen im In- und Ausland wurden ihre Werke vom Publikum mit regem Beifall bedacht.

Allgemeine Informationen:

o Bezirksmuseum Donaustadt: http://www.magwien.gv.at/ma53/museen/bm22/

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Oskar Enzfelder
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