Interreg: 250.000 Euro für Projekt gegen Gewalt

LH Sausgruber und LR Schmid: Länderübergreifende Studie Bregenz (VLK) - Die Vorarlberger Landesregierung, das Gleichstellungsbüro Liechtenstein und die Stabsstelle für Gleichstellungsfragen des Kantons Graubünden arbeiten seit zwei Jahren im Rahmen des Interreg III A Programms an einem gemeinsamen Projekt gegen Gewalt in Familie und Partnerschaft. Am Mittwoch, 3. Dezember 2003, um 17.00 Uhr werden in Anwesenheit von Landesrätin Greti Schmid im Pförtnerhaus in Feldkirch erste Ergebnisse aus dem Projekt "Grenzen überschreiten – Grenzen setzen" präsentiert. ****

Wie Landeshauptmann Herbert Sausgruber informiert, wurde
das Projekt mit EU-Strukturmitteln im Rahmen des Interreg
III A Programmes (Alpenrhein-Bodensee-Hochrhein) gefördert.
"Das Gesamtvolumen des Projektes, das sich aus nationalen-
und EU-Mitteln zusammensetzt, beträgt mehr als 250.000
Euro", so Landeshauptmann Sausgruber.

Das Thema Gewalt in Ehe und Partnerschaft wird in der Gesellschaft nach wie vor verdrängt, individualisiert und
in die Privatsphäre abgeschoben. Initiativen gegen diese
Form der Menschenrechtsverletzungen benötigen daher eine
breite und anerkannte Basis, um wirksam zu werden.
Landesrätin Schmid: "Mir ist es wichtig, dass die
Betroffenen professionelle Hilfe und Unterstützung
erhalten".

Erste länderübergreifende Studie

Im Rahmen der Studie wurde erstmals eine repräsentative Datenerhebung bei 600 Frauen und Männern durchgeführt.
Anhand der Analyse von 24 Fallbeispielen wurden die
Ursachen, Erscheinungsformen und Folgen von familiärer
Gewalt untersucht. Erhoben wurde auch, welche
Hilfsstrukturen und -einrichtungen betroffene Frauen
brauchen. Die genauen Ergebnisse der Studie werden von der
Autorin Erika Geser-Engleitner präsentiert.

Im Anschluss daran wird die Theatergruppe INTERACT in
"Alles Liebe, dein Dieter" Ausschnitte einer familiären Gewaltdynamik zeigen. Welche Möglichkeiten haben Frau, Mann
und Kind, um aus der Gewaltspirale auszusteigen? Wie können Menschen aus dem näheren Umfeld eingreifen? Diese Fragen
werden zur Diskussion gestellt und an das Publikum
weitergegeben. Die Zuschauer können sich am Spielgeschehen
aktiv beteiligen und damit der Geschichte einen anderen
Verlauf geben.
(ug,nvl)

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