Vorarlbergs Bergwelt noch weitgehend schadstofffrei

Aktueller Bericht des Umweltinstitutes

Bregenz (VLK) – Seit Jahrzehnten gelangen Umweltgifte wie chlorierte Kohlenwasserstoffe oder langlebige Pestizide
über Luftströmungen bis in entlegenste Gebiete der Erde und reichern sich in kalten Zonen wie den Polarregionen oder im Hochgebirge an. Vor diesem Hintergrund hat das
Umweltinstitut des Landes im Auftrag von Umweltlandesrat
Erich Schwärzler die Schadstoffbelastungen in den
hochalpinen Regionen Vorarlbergs untersucht. ****

"Vorarlberg verfügt als Gebirgsland über einen enormen Naturreichtum, den es nachhaltig zu schützen gilt", betont Schwärzler. Aus dem Wissen um die potentielle Gefährdung
der hochalpinen Ökosysteme wurden an ausgewählten
Gebirgsseen (Silvrettasee, Gandasee, Brüllender See,
Herzsee) und an hochalpinen Böden in deren Einzugsgebiet
spezielle Schadstoffuntersuchungen durchgeführt. Auch
Firnproben des Vermuntgletschers wurden untersucht.

Die Ergebnisse belegen, dass jahrzehntelange
Luftverfrachtungen langlebiger organischer Schadstoffe auch
in unseren Hochgebirgslagen gewisse Spuren hinterlassen
haben. So können synthetische Chemikalien in Sedimenten und
alpinen Böden nachgewiesen werden, obwohl deren Verwendung
in Mitteleuropa seit vielen Jahren verboten bzw. stark eingeschränkt ist.

Landesrat Schwärzler: "Der Bericht des Umweltinstitutes
zeigt, dass die Schadstoffbelastung unserer Gebirgsregionen glücklicherweise noch sehr gering ist. Aber allein die
analytischen Nachweise gewisser Problemstoffe verpflichten
uns zu noch höherer Sensibilität auf dem Gebiet des
vorsorgenden Umweltschutzes. So ist zu fordern, dass ein
weltweites Verbot der Herstellung besonders gefährlicher langlebiger organischer Schadstoffe gemäß der Stockholmer Konvention so rasch wie möglich umgesetzt wird." Diese
Konvention wurde von 127 UN-Mitgliedsstaaten, darunter
Österreich, unterzeichnet.

Der Bericht "Untersuchung schwer abbaubarer Schadstoffe
in hochalpinen Regionen Vorarlbergs" ist in der
Schriftenreihe Lebensraum Vorarlberg erschienen. Siehe www.vorarlberg.at/umweltinstitut.
(gw,nvl)

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