VP-Klucsarits: Landwirtschaft muss fixer Platz im stadtplanerischen Gefüge gehören!

Wien (VP-Klub): Heute ist ein wichtiger Tag für die Wiener Landwirtschaft, über den sich die ÖVP-Wien aus zwei Gründen besonders freut: Vor uns liegt ein Landwirtschaftsbericht, der sehr deutlich den Stellenwert der Landwirtschaft dokumentiert und das ist für eben diese Landwirtschaft ein sehr wichtiges Faktum. Der zweite Anlass zur Freude ist der Umstand, dass es die ÖVP als Koalitionspartner der vormaligen Stadtregierung war, der es gelungen ist, mit dem Landwirtschaftsgesetz die Grundlagen für diesen Bericht zu schaffen. Der Fertigstellung des Wiener Landwirtschaftgesetz ist ein jahrelanges Tauziehen vorangegangen und heute sehen wir, dass sich dieser Einsatz der Wiener Volkspartei für die Wiener Bauern gelohnt hat", betonte der Umweltsprecher der Wiener Volkspartei, LAbg. Rudolf Klucsarits, anlässlich der Debatte zum Landwirtschaftsbericht im heutigen Wiener Landtag.

"Man muss den Autoren dieses Berichtes ein großes Lob aussprechen, denn es gibt kaum einen Bericht, der in diesem Hause beschlossen wurde, der derartig fundiert und objektiv abgefasst wurde. Man bekommt durch ihn einen wirklich umfassenden Überblick über die Situation dieses Wirtschaftssektors und dessen Probleme", betonte Klucsarits. Auch die Bedeutung der Wiener Landwirtschaft für die Stadt werde verdeutlicht. Der Bericht ergab, dass die Endproduktion der Wiener Landwirtschaftsbetriebe im Jahr 2000 einen Wert von 78 Millionen Euro erreichte. Die Landwirtschaftsbetriebe Wiens sind weiters fünf mal so produktiv wie der österreichische Durchschnittsbetrieb. Die Wiener Landwirtschaft ist aber nicht nur produktiv, sondern auch zunehmend ökologisch orientiert. Erstaunlich ist auch die Tatsache, dass Wien mehr Gemüse als das Burgenland produziert und somit die direkte Versorgung der Bundeshauptstadt zu einem großen Teil selbst bestreiten kann.

Leider gebe es aber nicht nur positives zu berichten. Die Landwirtschaft ist ein buchstäblich von Natur aus sensibler Bereich. Hinzu kommt ein durch die bevorstehende EU-Erweiterung noch steigender internationaler Wettbewerbsdruck. "Die Zahlen beweisen:
Wien braucht die Landwirtschaft, aber die Landwirtschaft braucht - um ihre Funktion ausüben zu können - die Unterstützung Wiens. Diese Unterstützung darf sich aber nicht auf Lippenbekenntnisse und gelegentliche Subventionszusagen beschränken. Der Landwirtschaft muss ein fixer Platz im stadtplanerischen Gefüge zugeordnet werden. Im Gegenteil wird aber von der SP-Regierung immer mehr dazu übergegangen, die Landwirtschaft auszuhungern, wie man an den kürzlich vorgenommenen Umwidmungen in Floridsdorf und Donaustadt sehr gut sehen kann. Dies ist aber weder im Sinne des Wirtschaftsstandorts Wien, noch im Sinne der Ökologie, und schon gar nicht im Sinne unserer Bürgerinnen und Bürger", kritisierte Klucsarits abschließend.

Rückfragen & Kontakt:

ÖVP-Klub der Bundeshauptstadt Wien
Tel.: (++43-1) 4000 / 81 913
Fax: (++43-1) 4000 / 99 819 60
presse@oevp.wien.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | VPR0006