TV-Premiere für Schindel-Verfilmung "Gebürtig" am 30. November

Mit Peter Simonischek, Ruth Rieser, August Zirner, Katja Weitzenböck und Daniel Olbrychski

Wien (OTS) - Wien, Niederösterreich, Hamburg, Auschwitz/Birkenau und New York waren im Jahr 2001 die Schauplätze für die Verfilmung des 1992 erschienen Bestsellerromans "Gebürtig" von Robert Schindel. Der vom ORF kofinanzierte österreichisch-deutsch-polnische Kinofilm, den der ORF erstmals am Sonntag, dem 30. November 2003, um 23.15 Uhr in ORF 2 zeigt, erzählt die Geschichte des jüdischen Emigranten Hermann Gebirtig. Dieser, verkörpert von "Jedermann" Peter Simonischek, wird von seiner Vergangenheit eingeholt, als eine Journalistin (Ruth Rieser) ihn überredet, in Wien gegen einen ehemaligen KZ-Aufseher (Edd Sztavjanik) auszusagen. Insgesamt stehen fünf unterschiedliche Protagonisten und "Gebürtigkeiten" im Mittelpunkt dieser Literaturverfilmung, die Autor Robert Schindel gemeinsam mit Lukas Stepanik in Szene setzte. Das Drehbuch zu der österreichisch-deutsch-polnischen Koproduktion verfassten die beiden Regisseure gemeinsam mit Georg Stefan Troller. An der Seite der fünf Hauptdarsteller Peter Simonischek, Ruth Rieser, August Zirner, Katja Weitzenböck und Daniel Olbrychski standen unter anderem Corinna Harfouch, Samuel Finzi, Annemarie Düringer, Branko Samarovski, Edd Sztavjanik, OttoTausig, Karlheinz Hackl, Sylvia Haider, Hermann Schmid u. v. a. vor der Kamera von Edward Klosinski.

Der jüdische Emigrant Hermann Gebirtig (Peter Simonischek), der als erfolgreicher Schlagerkomponist in New York lebt, glaubt, seine KZ-Vergangenheit ebenso hinter sich gelassen zu haben wie seine alte Heimat Wien. Doch plötzlich holt ihn sein früheres Leben ein - ebenso wie den deutschen Journalisten Konrad Sachs (Daniel Olbrychski), der ein unauslöschliches Bild in sich trägt. Während Gebirtig von der Wiener Journalistin Susanne Ressel (Ruth Rieser) dazu überredet wird, in seine Heimatstadt zu reisen, um gegen einen ehemaligen KZ-Aufseher (Edd Sztavjanik) auszusagen, muss sich Sachs endlich der quälenden Tatsache stellen, Sohn eines NS-Arztes zu sein.
Das Wien des Jahres 1987 ist aber auch die Stadt des Danny Demant (August Zirner), eines jüdischen Kabarettisten, Frauenfreundes und Lebenskünstlers. Demant, in dessen Freundeskreis sich die Kinder von Tätern und Opfern vermischen, besingt seine Heimatstadt: "Einst Welthauptstadt des Antisemitismus, ist Wien heute Vergessenshauptstadt geworden."
Aus der Gegenwart der späten achtziger Jahre erzählt der Film über jene Befangenheit, die sich als "gläserne Wand" immer wieder zwischen Juden und Nichtjuden, Überlebende und Nachgeborene stellt. "Müssen wir Verzweifelte sein?", fragt Danny Demant, der Erzähler. Mit Melancholie und Humor, provokant und leidenschaftlich, sucht der Film seine Antwort.

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