Bartenstein begrüßt Durchbruch bei Übernahmerichtlinie im Wettbewerbsfähigkeitsrat

Wien (BMWA/OTS) - Wirtschafts- und Arbeitsminister Dr. Martin Bartenstein hat den Durchbruch in den langjährigen Verhandlungen zur Übernahmerichtlinie beim heutigen Wettbewerbsfähigkeitsrat ausdrücklich begrüßt. Er sehe darin einen wichtigen Beitrag zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Industrie sowie des europäischen Kapitalmarktes und des europäischen Binnenmarktes. ****

Die Mitgliedstaaten haben einstimmig eine Lösung gefunden die den europäischen Kapitalmarkt einen großen Schritt vorwärts bringt und die Wachstumsstrategie Europas unterstützt. Wesentliche Punkte bei öffentlichen Übernahmeangeboten sind nun europaweit einheitlich geregelt. Von besonderer Bedeutung sei das so genannte Pflichtangebot, das nach einem wie immer erfolgtem Kontrollwechsel durch den Kauf der Aktien einer börsennotierte Gesellschaft an alle anderen Aktionäre zu richten ist. In diesem Fall muss der kontrollierende Aktionär allen anderen Aktionären ihre Aktien zum selben Preis abkaufen zu dem er selbst die Aktien erworben hat. Damit profitieren auch Kleinanleger bei Unternehmensübernahmen, betonte Bartenstein.

Die Meinungsverschiedenheiten zur Neutralitätspflicht des Managements bei feindlichen Übernahmeangeboten konnte durch eine Optionslösung überwunden werden. Entweder verpflichtet der Mitgliedstaat das Management seiner börsennotierten Gesellschaften zur Neutralität gegenüber einem feindlichen Übernahmeangebot oder diese können durch eine Entscheidung der Hauptversammlung dazu optieren. Dasselbe gilt auch für die Durchbrechung gesellschaftsrechtlicher Übernahmehindernis angesichts eines Übernahmeangebots.

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