Hochhauser: Zukunftsthemen der Wirtschaft forcieren!

Ambitionierte Ziele für "Frau in der Wirtschaft" - Mit Ergebnissen des Österreich-Konvents zu einem der besten Wirtschaftsstandorte aufsteigen

Wien (PWK851) - Als Zukunftsthema der Wirtschaft bezeichnete
heute, Donnerstag, im Rahmen des Wirtschaftsparlaments die stellvertretende Generalsekretärin der WKÖ, Anna-Maria Hochhauser die Aus- und Weiterbildung, die es zu forcieren gelte. Effizienz und Effektivität im heimischen Bildungswesen müssten weiter erhöht werden. Bisher habe die Wirtschaft in diesem so wichtigen Themenfeld einiges erreicht: Mit der integrativen Berufsausbildung schaffe man ein Auffangnetz für Jugendliche. Aktuell verfügten bereits rund 250 Jugendliche über einen entsprechenden Ausbildungsvertrag. In Zukunft werde es mit dem Unternehmerführerschein auch mehr Wirtschaftswissen in der Schule geben. Dieser werde derzeit in einem Pilotprojekt in 40 Schulen in der Praxis erprobt.

Erfolgreich sei die Wirtschaft auch mit der Modularisierung der Lehrlingsausbildung unterwegs. Die Bundesregierung habe diese auch als zentralen Punkt in ihr Wachstumspaket aufgenommen, so Hochhauser. Auch bei der Schulreform finde sich die Wirtschaft mit der wichtigsten Forderung nach der Einführung verpflichtender Leistungsstandards in den Plänen von Bildungsministerin Elisabeth Gehrer wieder.

Zur Problematik am Lehrstellenmarkt merkte die WKÖ-Generalin an, dass per Ende Oktober eine rechnerische Lücke von 3.913 Lehrlingen bestehe, die im Auffangnetz des Bundes Platz finden. Am Ziel, dass kein Ausbildungswilliger auf der Straße bleibe, werde klarerweise festgehalten. Mit dem Regierungsbeauftragten Egon Blum werde es deshalb eine verstärkte Kooperation gemeinsam mit den Bundessparten geben, um auch künftig gemeinsam Schwerpunkte in der Lehrlingspolitik setzen zu können. Hochhauser nannte etwa die Bildung von regionalen Netzwerken zur Berufsorientierung, verstärkte Information und Beratung von Nicht-Ausbildungsbetrieben, sowie regionale Ausbildungsverbünde für jene Regionen oder Betriebe, die Berufsbilder nicht mehr alleine ausbilden können.

Ein weiteres Zukunftsthema der WKÖ, so Hochhauser, seien die Anliegen der Jungen Wirtschaft. Erfolgreich umgesetzt habe man bisher das Prinzip von One-Stop-Shop in der Austria Wirtschafts Service sowie den Double Equity Fonds, der ein wichtiger Bestandteil für die Bildung von Eigenkapital in der Gründungsphase sei. Noch offen sei aber die Abschaffung der Mindest-Köst für Gründer, ein Wegfall der Erbschafts- und Schenkungssteuer bei Betriebsübergaben, sowie ein Entfall der Kreditvergebührung. Hier gebe es aber bereits Zusagen des Finanzministers im Rahmen der Bundestagung der Jungen Wirtschaft. Diese werde die Wirtschaft nun einfordern.

Zum Bereich der Unternehmerinnen in der heimischen Wirtschaft betonte Hochhauser, dass "wir neu aufgestellt sind und uns in einer intensiven Arbeitsphase befinden". Politische Hauptforderungen sind die steuerliche Absetzbarkeit von Haushaltshilfen sowie die Neuregelung der Zuverdienstgrenze beim Kinderbetreuungsgeld. Zudem trete die Frau in der Wirtschaft für flexiblere Kinderbetreuungszeiten ein. Als bisherige Erfolge nannte Hochhauser u.a. die Bildung des "Eurochambres Women"-Netzwerkes unter der Patronanz von WKÖ-Präsident Christoph Leitl.
Als weiteres Thema auf der Agenda nannte Hochhauser den Österreich-Konvent, in den sich die WKÖ aktiv einbringe. So hat die WKÖ zu allen Ausschüssen ein Positionspapier eingebracht. Derzeit befinde man sich in allen 10 Ausschüssen in einer intensiven Diskussion, die teilweise sehr kontroversiell geführt werde. " Das Ziel liegt auf der Hand: Wenn wir es schaffen, neben klaren staatlichen Strukturen und einer effizienten Verwaltung auch das vorhandene Einsparungspotential zu heben, können wir zu einem der besten Wirtschaftsstandorte aufsteigen", schloss Hochhauser. (us)

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