Metallergewerkschaft: Zeitarbeiterlöhne steigen um 2,1 Prozent

Nürnberger lobt gute Sozialpartnerschaft

Wien (GMT/ÖGB) Die Gewerkschaft Metall - Textil hat in den Abendstunden des 26. November mit den Arbeitgebern des Arbeitskräfteüberlassergewerbes einen neuen Kollektivvertrag für die rund 26.000 Beschäftigten in rund 1.100 Betrieben vereinbart.++++

Die kollektivvertraglichen Mindestmonatslöhne steigen um 2,1 Prozent, der neue Mindestmonatslohn liegt damit bei 1.092,18 Euro. Die Gewerkschaft hat auch die Aufrechterhaltung der Ist- Überzahlung des Grundlohnes durchgesetzt. Die Aufwandsentschädigungen werden um durchschnittlich 2,45 Prozent erhöht. Die Verhandler der Gewerkschaft haben außerdem eine genaue Festlegung darüber erreicht, in welcher Stufe des Referenzzuschlages die ArbeitnehmerInnen einzustufen sind. Der Kollektivvertrag tritt mit 1. Jänner 2004 in Kraft.

Gutes Verhandlungsklima

In der ersten Gesprächsrunde hat sich gezeigt, dass die Arbeitgeber durchaus bereit waren, auf die Argumente der Gewerkschaft einzugehen und in konstruktiven Gesprächen gemeinsame Lösungen zu suchen. Rudolf Nürnberger, Vorsitzender der Gewerkschaft Metall -Textil, hob das gute Klima in den Verhandlungen hervor: "Das wirtschaftliche Umfeld ist auch für die Branche der Arbeitskräfteüberlassung nicht besonders günstig, erstmals ist ein Rückgang an ZeitarbeiterInnen und an Überlasserbetrieben festzustellen. Unter diesen Voraussetzungen war das Klima in diesen Verhandlungen trotz unterschiedlicher Interessen und in dieser noch so jungen Sozialpartnerschaft sehr konstruktiv."

Die Gewerkschaft Metall - Textil hat den Kollektivvertrag für das Gewerbe der Arbeitskräfteüberlassung erstmals im Jahr 2002, nach insgesamt 5 Jahren Verhandlungen und einer "Kampagne für korrekte Leiharbeit" vereinbart.

ÖGB, 27. November 2003
Nr. 993

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