Scheibner: Keine faulen Kompromisse beim Tierschutz

Verbot des Schächtens für FPÖ besonders wichtiges Thema

Wien, 2003-11-26 (fpd) - Als wichtig bezeichnete es FPÖ-Klubobmann Herbert Scheibner in seiner heutigen Pressekonferenz, die er gemeinsam mit dem freiheitlichen Tierschutzsprecher Klaus Wittauer abhielt, daß bald ein bundeseinheitliches Tierschutzgesetz komme. Dies sei eine langjährige Forderung der FPÖ. Nun komme man Schritt für Schritt in diese Richtung. ****

Es müsse in diesem Bereich aber konsequente Maßnahmen geben und keine faulen Kompromisse, betonte Scheibner. Die Tiere hätten ein Recht auf eine entsprechende Haltung und Behandlung. Selbstverständlich seien auch die Interessen der Landwirtschaft zu berücksichtigen. "Es darf aber keine faulen Kompromisse beim Schutz der Tiere geben." Im vorliegenden Entwurf, der etwas überhastet eingebracht worden sei, gebe es noch wichtige Punkte, die geändert werden müßten.

Für die FPÖ sei das Verbot des Schächtens ein wichtiges Thema. Der Tierschutz könne nicht dem Recht auf freie Religionsausübung, das der FPÖ selbstverständlich ein besonderes Anliegen sei, untergeordnet sein. Scheibner befaßte sich daher speziell mit § 32. Dort heiße es, daß es grundsätzlich nicht erlaubt sei, Tiere ohne Betäubung zu schlachten. Erlaubt sei eine Schlachtung ohne Betäubung, wenn sie genehmigt sei und wenn das Tier betäubt sei. "Das ist eine interessante Regelung", meinte Scheibner. "Eine Schlachtung ohne Betäubung ist zulässig, wenn sie genehmigt wurde und wenn das Tier betäubt wurde. So steht es in diesem Paragraphen." Für die FPÖ sei dieser Widerspruch nur dann zu lösen, wenn klar sei, daß Schächten, also Schlachten ohne Betäubung, verboten sei. (Schluß)

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