Wiener Gemeinderat (13)

Stadtentwicklung und Verkehr

Wien (OTS) - GR Mag. Wolfgang Gerstl (ÖVP) kritisierte den Masterplan dahingehend, dass viel zu wenig über Kooperationen mit anderen Verkehrsorganisationen ausgesagt werde. Er stellte den Antrag, hinsichtlich des optimierten Pendlerverkehrs und der Flüssigkeit des Verkehrs, die Kooperation mit den österreichischen Bundesbahnen zu suchen bzw. aufrecht zu erhalten. Ferner sprach er sich für den weiteren Ausbau von Volksgaragen und Park&Ride-Plätzen aus. Im Bezug auf Park&Ride-Plätze nahm er auf die Situation in München bzw. im Münchner Umfeld Stellung und wünschte sich die Errichtung von Park&Ride-Plätzen bereits weit vor den Toren von Wien mit finanzieller Unterstützung der Wiener Stadtregierung.

GR Ing. Gunther Wolfram (FPÖ) warf der Wiener Verkehrsplanung vor, vor allem den Westen und Nordwesten im Zusammenhang mit dem Ausbau von Verkehrsanbindungen zu vernachlässigen. Ihm fehlten Überlegungen im Masterplan, z.B. die U4 bis Auhof zu verlängern, um vor allem den vielen Einpendlern im Westen Wiens die Möglichkeit des Umsteigens zu geben. Eine weitere Verlängerung einer U-Bahn, nämlich der U3 von Ottakring bis zum Wilhelminenspital würde einer Vielzahl von Menschen das mühevolle Umsteigen in Tram oder Bus oder das nur für ein, zwei oder drei Stationen ersparen. Die Errichtung einer U-Bahn-Linie 5 nach Dornbach, die die Bezirke 8, 9, 16, 17, 18 miteinander verbinden könnte, stünde leider Gottes in weiter Ferne.

GR Renate Winklbauer (SPÖ) bekräftigte die Haltung der SPÖ, bezüglich des Baues der Nordostumfahrung die sogenannte Innenvariante zu favorisieren. In diesem Zusammenhang erwähnte sie einige Vorteile, so z.B. die Vermeidung von unnötigen Verkehr und dadurch die Verringerung des Lärms und schadhafter Abgasemissionen durch Autoverkehr. Sie betonte, der öffentliche Verkehr werde bei den kommenden Projekten absoluten Vorrang haben, so werde die Verlängerung der U2 bis zum Flugfeld Aspern eher fertig als der Bau der S1. Zudem würden einige Straßenbahnlinien entweder hinzukommen und/oder bestehende je nach Bedarf verlängert, wie z.B. die Linie O vom Praterstern zum Friedrich-Engels-Platz. Im Zusammenhang mit der 6. Donauquerung bevorzuge sie die Tunnelbauweise, sofern dies auch technisch möglich sei. (Forts.) hl/vo

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