Wiener Gemeinderat (12)

Stadtentwicklung und Verkehr

Wien (OTS) - Die Gestaltung des Schwarzenbergplatzes bezeichnete
sie als verunglückt. In Richtung DI Rudolf Schicker (SPÖ) betonte DI Dr. Herlinde Rothauer (ÖVP), dass dieser die Kritik der Bürger ernst nehmen solle. Die im Rahmen der Umbauarbeiten eingesetzte Öffentlichkeitsarbeit der Stadt im Ausmaß von 182.000 Euro bezeichnete sie als positiv.

GR Heike Trammer (FPÖ) betonte, dass Wien in Vorbereitung auf die bevorstehende EU-Osterweiterung keine relevanten Schritte im Bereich der Infrastruktur gesetzt habe. Insbesondere für die Bezirke Floridsdorf und Donaustadt forderte sie eine größere gestalterische Aufmerksamkeit ein. Für die Planung des alten Flugfeldes in Aspern schlug sie vor, die dort in 2.500 Meter Tiefe gelegenen salzhaltigen Thermalquellen für Gesundheitszwecke zu nutzen. Für ihre Fraktion reichte sie einen diesbezüglichen Beschlussantrag ein.

Als Leitmotiv für den im kommenden Jahr zu entwickelnden Stadtentwicklungsplan 05 (STEP 05) nannte GR Mag. Andreas Schieder (SPÖ) den Begriff der integrierten Stadt. Bereits in der Vergangenheit habe Wien im Vergleich zu vielen anderen europäischen Städten das Ziel der sozialen Durchmischung positiv umgesetzt, so dass manche Verwahrlosungs- bzw. Ghetto-Phänomene in Wien unbekannt seien. Hinsichtlich der laufenden Architekturdiskussion forderte er vermehrt einen Diskurs über die Qualität des Gebauten ein. Hinsichtlich des Schwarzenbergplatzes stellte er fest, dass dieser nun "aufgeräumter" wirke und ein besserer Verkehrsdurchfluss gewährleistet sei. Zuletzt reichte er einen Antrag ein, der die zukünftige Bau- und Vergabekultur der Stadt Wien evaluieren soll.

GR Mag. Rüdiger Maresch (Grüne) bezeichnete die Installierung der Agenda 21, die derzeit in fünf Bezirken existiert, als gelungen. Budgetär kritisierte er jedoch, dass für Bürgerbeteiligungsverfahren nur rund 750.000 Euro zur Verfügung stünden, für den Bau von Garagen jedoch 22 Millionen Euro vorgesehen seien. Kritik übte er weiters an der geplanten infrastrukturellen Erschließung der Bezirke Floridsdorf und Donaustadt, die viel zu wenig auf die Potenziale der öffentlichen Verkehrsmittel Rücksicht nehme. Dezidiert sprach er sich gegen den Bau einer Autobahn aus, da diese u.a. den Kaufabfluss in die niederösterreichischen Grenzgemeinden, wie etwa Geras- oder Groß Enzersdorf, begünstige. Es könne auch nicht sein, dass der Nationalpark Donauauen von einer "Asphalt-Fassung" umgeben werde. (Forts.) hch/sp

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