Aviso: Jüdisches Museum zeigt "Kosher Nostra"

Wien (OTS) - Am 2. Dezember präsentiert das Jüdische Museum Wien die letzte Ausstellung dieses Jahres. Unter dem Titel "Kosher Nostra - Jüdische Gangster in Amerika 1890-1980" wird bereits die dritte Kunstinstallation des österreichisch-israelischen Künstlers Oz Almog gezeigt. Diese Ausstellung setzt sich mit einem in Europa wenig beachteten, düsteren Kapitel amerikanisch-jüdischer Geschichte auseinander und wird am 2. Dezember um 19 Uhr eröffnet (Einladung anbei). Sie werden aber bereits am Vormittag desselben Tags im Rahmen einer Pressebegehung um 10.30 Uhr mit dem Künstler die Gelegenheit haben, die Ausstellung vorab zu besichtigen.

o Bitte merken Sie vor: Pressepräsentation der Ausstellung "Kosher Nostra - Jüdische Gangster in Amerika 1890-1980" Zeit: am Dienstag, 2. Dezember 2003, um 10.30 Uhr Ort: Jüdischen Museum Wien 1., Dorotheergasse 11

Informationen zur Ausstellung und den aktuellen Ausstellungsfolder finden Sie anbei. Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie Ihre Leserschaft über die Ausstellung informieren könnten. Falls Sie weitere Informationen und Fotos benötigen oder einen Interviewtermin vereinbaren wollen, stehe ich Ihnen jederzeit zur Verfügung. Sie erreichen mich unter: Dr. Alfred Stalzer, Pressebüro des Jüdischen Museums Wien, A-1040 Wien, Weyringergasse 17/2/2, Tel.:
+43-1-505 31 00, Mobiltel.: +43-676-416 91 24, Telefax: +43-1-505 31 10, E-Mail: stalzer.office@netway.at

o Kosher Nostra - Jüdische Gangster in Amerika 1890 - 1980 Kunstinstallation von Oz Almog 3. Dezember 2003 - 25. April 2004 Pressebesichtigung: 2.12.2003, 10.30 Uhr; Eröffnung: 2.12.2003, 19 Uhr

Die Entwicklungsgeschichte des organisierten Verbrechens in den Vereinigten Staaten hatte einen relevanten jüdischen Anteil. Der weit verbreitete Mythos einer Dominanz der italienischen Mafia in Amerika überlagerte vor allem für das europäische Publikum die Bedeutung der Gangster jüdischer Abstammung in diesem düsteren Kapitel der amerikanischen Geschichte. Doch niemand, der sich an der Geschichte der amerikanischen Mafia versucht, kann Männer wie Meyer Lansky, Benjamin "Bugsy" Siegel, Dutch Schultz oder Louis "Lepke" Buchalter negieren, die neben den klassischen sizilianischen "Paten" die Geschicke der Unterwelt bestimmten. In seiner neuesten Kunstinstallation "Geschichte der jüdischen Gangster in Amerika" erweitert der Künstler Oz Almog seine bisher geübte Disziplin des Porträtierens von Menschen in Bildern und Worten zum beeindruckenden dokumentarischen Konzentrat einer ganzen Epoche, das gleichermaßen faszinierend und abschreckend wirkt. Ohne romantisierende Neigung stellt sich der Künstler mit dem Scharfblick des Aufklärers diesem ungeliebten Teil jüdischer Historie und beleuchtet die Akteure in all ihren Widersprüchlichkeiten.

Wie etwa einen Samuel "Red" Levine, den kaltblütigen Auftragskiller, der strenggläubig orthodox war und am Sabbat keine Morde beging. Oder den gnadenlosen Syndikatsboss Louis "Lepke" Buchalter, der seine Mutter über alles verehrte und deswegen auch von den traditionell familienbezogenen Sizilianern besonders respektiert wurde. Oder auch das strategische Genie Meyer Lansky, der sich neben seinen dunklen Geschäften als herkunftsbewusster Jude immer für Anliegen seines Volkes einsetzte.

Oz Almog zeichnet in dieser Geschichte mit gemalten Porträts und ausführlicher textlicher Begleitung nicht etwa das Bild eines "sauberen Krieges", sondern bietet durch seine umfangreiche Fotodokumentation auch ein beklemmendes Bild vom Leben und Sterben in der Unterwelt. Mit seiner Kunstinstallation der auch..?? Chronik einer kulturellen Obsession (400 Porträts jüdischer Persönlichkeiten, 1999) gelang Oz Almog ein Mainstream-Hit, der vom Jüdischen Museum Wien ausgehend via Israel nach Deutschland, in die Schweiz, die Niederlande und Ungarn ging. Nach der zweiten Installation Dem Morgenrot entgegen - Helden der Sowjetunion, bei der Almog von seinem Prinzip abwich, Gemälde zu einer Kunstinstallation zu gestalten, bereitet er nunmehr wieder eine provokative Gemäldeinstallation über prominente amerikanische Gangster jüdischer Herkunft vor, die auch von einer Dokumentation begleitet wird. (Schluss) sta

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