ORF-Stiftungsrat/Homosexualität: Zum öffentlich-rechtlichen Auftrag gehört auch Abbau von Vorurteilen

Wolfgang Zinggl für "unverkrampften und aufgeklärten ORF".

Wien (Grüne) - Empört über die Absetzung einer Folge der umstrittenen ORF-Sendung ‚Dismissed' zeigt sich der von den Grünen nominierte ORF-Stiftungsrat Wolfgang Zinggl. Generaldirektorin Monika Lindner erläuterte in einem Interview mit der Zeitschrift ‚trend', warum sie eine schwule ‚Dismissed'-Folge aus dem Samstag-Nachmittag-Programm kippte: "Da war ich der Meinung, ohne dass ich irgendjemanden diskriminieren will, dass diese Folge am Samstag um 17 Uhr nicht angebracht ist. Wenn man schon glaubt, dass man sie spielen muss, sollte man sie in der Nacht spielen."

Zinggl dazu: "Zu behaupten, dies sei nicht diskriminierend ist gerade den lesbischen, schwulen und TransGender-ZuseherInnen gegenüber zynisch. Selbstverständlich ist das diskriminierend, wenn mehr oder weniger gesagt wird, Mann und Frau dürfen sich Samstag nachmittags anbraten, aber Mann und Mann nur zu versteckten Zeiten. Zum öffentlich-rechtlichen Auftrag gehört Anfeindungen und Vorurteile gegenüber homo- und transsexuellen Menschen abzubauen, anstatt das Thema zu vermeiden."

Der Grüne Stiftungsrat wird bei der nächsten Sitzung am 10. Dezember ("am Tag der Menschenrechte", wie Zinggl betont) einen Antrag zur unverkrampften und aufgeklärten Positionierung des ORF in Fragen gleichgeschlechtlicher Sexualität einbringen.

Rückfragen & Kontakt:

Pressereferat, Grüner Klub im Rathaus, Tel.: 4000 - 81814, http://wien.gruene.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | GKR0002