Edlinger: Unkluges Vorgehen der VP- und FP-Seniorenvertreter schadet Pensionisten

Wien (SPW) "Die Seniorenvertreter von ÖVP und FPÖ haben der älteren Generation keinen guten Dienst erwiesen. Dass sie gestern allein und ergebnislos mit der Bundesregierung verhandelt haben ohne Unterstützung durch die größte Seniorenorganisation Österreichs, dem Pensionistenverband, war unklug und schadet den Interessen der Pensionisten", erklärte der stellvertretende Bundesobmann und Wiener Landesvorsitzende des Pensionistenverbandes Österreich, BM a.D. Rudolf Edlinger, am Dienstag.****

"Dass die Seniorenvertreter von ÖVP und FPÖ so naiv waren und geglaubt haben, ihre Parteifreunde in der Regierung würden ihnen einen Gefallen tun und Zugeständnisse machen, hat der Sache der Senioren nicht genutzt. Anstatt Solidarität über Parteigrenzen hinweg zu üben und gemeinsam mit dem Pensionistenverband den öffentlichen Druck zu verstärken, stand offensichtlich parteipolitische Profilierung im Vordergrund", kritisiert Edlinger insbesonders die Obleute der beiden Seniorenvereinigungen von ÖVP und FPÖ Stefan Knafl und Paul Tremmel. "Absage an Seniorenwünsche" kommentierte am Dienstag auch DIE PRESSE die Erfolglosigkeit dieses Alleinganges.

Edlinger kritisiert auch Bundeskanzler Wolfgang Schüssel, der "vor den Nationalratswahlen den Pensionisten in Österreich vielfache Versprechungen gemacht und kein einziges davon gehalten hat", so Edlinger. Schüssel habe versprochen, dass bei den Pensionen keine Verschlechterungen stattfinden würden. Das Versprechen wurde schon wenige Monate nach der Wahl gebrochen. Es wurde den Pensionisten eine Wertsicherung ihrer Pensionen versprochen. Auch das ist nicht der Fall, denn die Abspeisung von knapp 1,5 Millionen Pensionistinnen und Pensionisten mit 10 Euro im Monat ist ein realer Wertverlust der Pensionen. Dass die Regierung damit auch die Kaufkraft der Pensionisten schwächt und so der Wirtschaft und Beschäftigung nichts Gutes tut, spricht auch für das volkswirtschaftliche Unverständnis der derzeitigen Bundesregierung, so der frühere Finanzminister.

Edlinger fordert die Seniorenorganisationen von ÖVP und FPÖ auf, künftig keine Alleingänge mehr zu unternehmen, "weil wir nur gemeinsam stark sind", wie die gestrige erfolglose Aktion von Knafl und Tremmel eindrücklich gezeigt habe, schloss Edlinger. (Schluss)

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