VP-Lakatha: ÖVP-Wien fordert Ausbau von Senioren-Wohngemeinschaften in Wien

Pflege muss auf Individualität Rücksicht nehmen.

Wien (VP-Klub): "Rund 10 Prozent der derzeit in Pflegeheimen in Wien betreute Seniorinnen und Senioren - das sind rund 950 Menschen -könnten sofort in betreute Wohngemeinschaften entlassen werden. Wenn diese nur vorhanden wären", kritisierte die im Gesundheitsausschuss für die Wiener ÖVP teilnehmende und Frauensprecherin der ÖVP-Rathausfraktion, LAbg. Ingrid Lakatha, in der gestrigen mitternächtlichen Debatte zum Gesundheits-Budget, die Tatenlosigkeit der zuständigen Stadträtin Pittermann.

Nur 100 Senioren-WG-Plätze - dafür 10.000 Pflegebetten

"In Wien gibt es derzeit rund 10.000 Pflegebetten in städtischen, privaten Geriatriezentren und im Kuratorium Wiener Pensionistenwohnhäuser. Demgegenüber gibt es nur 100 Klienten, die in Senioren-Wohngemeinschaften leben. Mit dem Ausbau mobiler Pflegedienste einerseits und derartiger Wohngemeinschaften andererseits, könnten ältere Menschen ihre Eigenständigkeit, ihr Verantwortungsgefühl, ihre Selbständigkeit und ihre geistige und körperliche Mobilität erhalten. Sie würden nicht zur Unselbständigkeit verurteilt und womöglich in 8-Betten-Zimmern leben", betonte Lakatha.

Wohngemeinschaften sind menschenwürdiger und kostengünstiger

"Neben der wohnortnahen und menschenwürdigeren Lebenssituation sind auch die jeweiligen Kosten für einen Pflegeplatz relevant. Ein Pflegeplatz in einem Pflegeheim kostet rund 4.800 Euro pro Monat. Ein Wohngemeinschaftsplatz kommt mit weniger als der Hälfte an Kosten aus", unterstrich Lakatha.

Die Bevölkerung hat ein Recht darauf, in Würde zu altern und versorgt zu werden. Betreute Wohngemeinschaften nicht zu fördern bedeutet, eine echte Perspektive für die Zukunft unbeachtet zu lassen und Steuergeld zu verschleudern!", stellte Lakatha fest und forderte die zuständigen Stadträtin auf, endlich Lösungen zu präsentieren.(Schluss)

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