Kabelwerk-KDAG/Grüne: Zwei wesentliche Gemeinderatsbeschlüsse nicht umgesetzt

Kenesei: "Vom autofreien Stadtteil ist keine Rede."

Wien (Grüne) - "Knapp vor Baubeginn der KDAG gibt es noch immer offene Fragen, die SR Schicker auch gestern bei der Präsentation des Projekts nicht klar beantworten konnte", so Günter Kenesei, Stadtplanungssprecher der Wiener Grünen. "Zwar ist dieses Projekt interessant und einzigartig, doch leider wurden zwei Punkte, konträr zum Gemeinderatsbeschluss vom 26. Juni 2002 schändlich vernachlässigt", so Kenesei.

Erstens: Die im Gemeinderat beschlossene kulturelle Nutzung im Altbestand ist völlig ungeklärt. Fragen über künftige Nutzergruppen im Kulturbereich bzw. leistbare Mietbedingungen für die Initiativen, sowie die Weiterführung der kulturellen Arbeit durch die IG Kabelwerk sind offen geblieben.

Zweitens: Im Gemeinderat wurde ein autofreier Stadtteil, nach dem Vorbild des sehr gut funktionierenden Wohnprojekts in Floridsdorf beschlossen. Die derzeitige Entwicklung widerspricht jedoch diesem Gedanken völlig. Kenesei: "Die derzeit geplante Form des ‚autofreien Teils' wird nicht funktionieren, da an zivilrechtliche Auto-Verzichterklärungen nicht gedacht ist. Somit werden die BewohnerInnen nicht aufs Auto verzichten; das Verkehrschaos in dem mit öffentlichen Verkehrsmitteln hervorragend erschlossenen Gebiet ist programmiert."

"SR Schicker ist daher aufgefordert, den Gemeinderatsbeschluss um zu setzten und diesem Etikettenschwindel ein Ende zu bereiten", so Kenesei abschließend.

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