Strasser zum Gewaltschutztag: "Exekutive bietet Gewaltopfern Hilfe".

Wien (OTS) - "Niemand muss sich aus Scham oder Angst verstecken. Jedes Opfer einer Gewalttat sollte sich unverzüglich bei der Exekutive melden,  um Hilfe zu erhalten!", diesen Appell richtet Innenminister Ernst Strasser an alle Gewaltopfer anlässlich des Internationalen Tages gegen Gewalt an Frauen.
 
Am 1. Mai 1997 trat das Bundesgesetz zum Schutz von Gewalt in der Familie in Kraft.  Damit  wurde der Exekutive Österreichs die Möglichkeit eingeräumt, effektiv und rasch gegen Gewalt in der Familie einzuschreiten. Die Exekutive wurde mit diesem Gesetz befähigt, bei häuslicher Gewalt,  den Gewalttäter aus der Wohnung der betroffenen Person wegzuweisen und ihm das Betreten der Wohnung für 10 Tage zu untersagen. Im Jahr 2002 wurden in 3944 Fällen solche Betretungsverbote ausgesprochen und 7391 mussten die Beamten der Exekutive zu Streitschlichtungen im häuslichen Bereich ausrücken. Um den Opfern in diesen Fällen eine professionelle Betreuung zukommen zu lassen, wurde ein flächendeckendes Netz an Interventionsstellen aufgebaut, in welchen Gewaltopfer beraten und psychologisch unterstützt werden. Aufgrund der engen Kooperation zwischen der Exekutive und den Interventionsstellen wurde ein proaktiver Ansatz ermöglicht, der eine effektive  Zusammenarbeit der Exekutive mit  diesen anerkannten Opferschutzeinrichtungen vorsieht. Institutionalisiert wurde die Kooperation durch die Schaffung des Präventionsbeirates im BM.I.

Der Präventionsbeirat fördert Projekte zum Schutz vor Gewalt in der Familie. Im Jahr 2003 wurden unter anderem auch Projekte der Interventionsstellen zur weiteren Regionalisierung von Gewaltprävention im ländlichen Raum finanziert.

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