Wiener Gemeinderat (2)

Kultur und Wissenschaft

Wien (OTS) - Das Wiener Kulturbudget 2004 steige gegenüber dem Vorjahr, führte GR Ernst Woller (SPÖ) aus. Dies sei erfreulich und in konservativ regierten Ländern nicht der Fall. Wichtig seien die Ziele der Kulturpolitik. Helmut Zilk sei für den kulturellen Aufbruch gestanden, Ursula Pasterk für das Neue und Zeitgenössische, Peter Marboe für den guten Ton und das "Weltmännische". Der jetzige Stadtrat DDr. Andreas Mailath-Pokorny habe in kurzer Zeit für große Reformen und Würfe gesorgt. Als Beispiele führte er die Lösung bei den Vereinigten Bühnen Wien an, die Reform bei Freien Theatergruppen und Mittelgruppen, der Neustrukturierung des Wien-Museums, der Entwicklung am Kino und Filmsektor sowie für Investitionen in das Kulturerbe.

GR Claudia Sommer-Smolik (Grüne) beklagte, dass die Wissenschaft zu kurz käme. Insgesamt brachte sie sechs Anträge ein. So soll das Budget für die Wissenschaft deutlich aufgestockt werden. Jährlich soll ein Forschungsschwerpunkt für junge WissenschaftlerInnen ausgeschrieben werden. Auch bei den Förderungen sollte es zu Verbesserungen kommen. Um freien WissenschaftlerInnen die Arbeit zu erleichtern, soll eine öffentlich zugängliche Datenbank geschaffen werden, in der alle wissenschaftlichen Institutionen und Vereine vernetzt werden können. Zwei Anträge beschäftigen sich mit der zukünftigen Subventionsvergabe an die Ludwig Boltzmann Gesellschaft.

GR Dr. Andreas Salcher (ÖVP) führte aus, dass etliche Finanzierungen noch ungeklärt seien, beispielsweise gelte das für das Theater an der Wien. Die Ausschreibungskultur sei in Wien eine Katastrophe. Probleme ortete er u.a. beim Figaro-Haus, beim Gartenbaukino, bei der baulichen Sanierung des Künstlerhauses, der zeitgenössischen Musik-Zukunft und der Entwicklung von Musikschulen. Den Abgang von Dr. Peter Marboe sehe er mit einem lachenden und einem weinenden Auge, Mozart sei bei Marboe in guten Händen. (Forts.) ull/vo

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