WB-Direktor Gottfried Kneifel: Handel-Öffnungszeitenrahmen in Oberösterreich wird nicht ausgeschöpft!

Linz (OTS) - "Die derzeit geltenden Öffnungszeiten im Oberösterreichischen Handel werden nicht einmal annähernd ausgeschöpft. Es bestehe deshalb kein Grund für eine zusätzliche Ausweitung", sagte heute OÖ. Wirtschaftsbunddirektor Gottfried Kneifel.

Für die derzeitigen Bestimmungen gilt als Grundregel, dass alle Einzelhandelsgeschäfte in der Zeit von Montag bis Freitag von 06.00 Uhr bis 19.30 Uhr und Samstags von 06.00 bis 17.00 Uhr eine maximale Gesamtoffenhaltezeit von 66 Stunden pro Woche einzuhalten haben. An Sonn- und Feiertagen sind die Geschäfte grundsätzlich geschlossen zu halten. Dazu gibt es aber sehr liberale Ausnahmen.

Wie z.B. in Tourismusgemeinden der Kategorien A,B und C, in den Kernzonen der Statutarstädte Linz, Wels und Steyr und in EU-Fördergebieten Ziel 5 b gelten von Montag bis Freitag während der Sommerzeit von 06.00 Uhr bis 21.00 Uhr und an jedem Samstag von 06.00 Uhr bis 18.00 Uhr die Öffnungszeiten. Das sind bereits drei Viertel aller Oberösterreichischen Gemeinden!

Weitere Ausnahmen im Hinblick auf die Haupteinkaufszeit vor Weihnachten sind: die letzten vier Samstage vor Weihnachten von 06.00 Uhr bis 18.00 Uhr, am 8. Dezember, falls er ein Werktag ist, von 10.00 Uhr bis 18.00 Uhr, an Feiertagen und Silvester für bestimmte Produktgruppen, darüber hinaus gibt es Ausnahmen für bestimmte Verkaufsstellen wie Bäder, Campingplätze, Wallfahrtsorte, auf Bahnhöfen und Flugplätzen, bei Messen, Märkten und für den Wanderhandel.

Zusätzliche Ausnahmen gibt es auch an Sonn- und Feiertagen für Verkaufstätigkeiten in Theatern, bei Konzerten, Kongressen, in Museen etc. ebenso auf Bahnhöfen und Flugplätzen. Diese, von den Sozialpartnern übereinstimmend goutierten Öffnungszeitenregeln werden bei weitem nicht ausgeschöpft, sagte Kneifel. Eine große Mehrheit der oberösterreichischen Händler und der Konsumenten, nämlich rund 90 Prozent, lehnen eine weitere Verlängerung der Ladenöffnungszeiten ab. Die in Oberösterreich bestehenden Ausnahmemöglichkeiten reichen derzeit völlig aus, um den Bedürfnissen sowohl der Konsumenten, als auch der überwiegenden Mehrheit der Unternehmer zu entsprechen, betonte Kneifel.

Durch eine weitere Ausdehnung der Öffnungszeiten werden nach Meinung des OÖ. Wirtschaftsbundes keine zusätzlichen Arbeitsplätze geschaffen und durch den Verdrängungswettbewerb der führenden Marktteilnehmer (Großverkaufszentren) würde sogar die Nahversorgung nachhaltig verschlechtert und die Existenz von Klein- und Mittelbetrieben im Handel weiter bedroht, sowie die Lebensqualität von Händlern und Handelsangestellten beeinträchtigt.

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