Wiener Budget - SP-Woller: "Kulturstadtrat Mailath-Pokorny steht für die "großen Würfe" in der Wiener Kulturpolitik"

Wien (SPW-K) - "Das Wiener Kulturbudget 2004 steigt gegenüber dem Vorjahr inklusive von Sonderprojekten auf 178 Mio Euro", eröffnete heute SP-Gemeinderat Ernst Woller seinen Beitrag in der Debatte zur Geschäftsgruppe "Kultur und Wissenschaft" im Rahmen der Budgetdebatte im Wiener Gemeinderat. "Diese leichte Steigerung gegenüber dem Vorjahr wird wie immer durch weitere Sonderbudgets ergänzt: Der Umbau des Ronacher und das Mozartjahr werden das Kulturbudget 2004 deutlich steigern." ****

Die stetig steigenden Kulturbudgets seien einzigartig - "vor allem, wenn man den Vergleich mit dem Bund, mit anderen österreichischen und internationalen Städten zieht", so Woller weiter. "Wien investiert in Kultur und leistet sich auch immer wieder neue Einrichtungen wie die das Tanzquartier, das Kindertheater oder die Umgestaltung des Theaters an der Wien oder des Ronacher." Investiert werde aber auch außerhalb des eigenen Kulturbudgets: "In die Bücherei Wien und die Urania, eine der bedeutendsten Kulturbauten Wiens."

Wichtiger als Zahlen seien aber die konkreten Ergebnisse der Kulturpolitik und was von der Ära eines Stadtrates bleibe, unterstrich Woller. "So stand Helmut Zilk für den kulturellen Aufbruch unserer Stadt, Ursula Pasterk für das neue zeitgenössische Wien und Peter Marboe für den guten Ton in der Wiener Kulturpolitik." Die Entscheidung Stadtrat Marboe zum Intendanten des Mozartjahres zu machen, zeige auch, welchen besonderen Stellenwert die Musik in Wien habe. "Marboe ist eine gute Lösung und wird zwischen den einzelnen Veranstaltern moderieren."

Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny stehe für die "großen Würfe" in der Kulturpolitik in Wien, betonte Woller. "Dazu zählt in erster Linie die Neurordnung der Vereinigten Bühnen Wien. Mit der Lösung, das Theater an der Wien ab 2006 zu einem Opernhaus zu machen und mit dem Ronacher und dem Raimundtheater zwei Häuser für Musical zur Verfügung zu haben wird eine jahrzehntelang angestrebte Lösung verwirklicht."

Der zweite große Wurf von Mailath-Pokorny sei die Reform der freien Gruppen und der Mittelbühnen: "Diese Reform wird von allen vier Parteien mitgetragen. Eine Studie bescheinigt Wien, dass es kaum eine Stadt gibt, wo es so viele freie Gruppen und soviel Geld für freie Gruppen gibt. Dennoch gibt es in diesem Bereich einige Unzufriedenheit - die Reform soll deshalb einen neuen Aufbruch bringen - weg von der Gießkannne hin zu neuen Förderschienen mit Projekt- und Konzeptförderungen."

Die dritte große Reform des Kulturstadtrates sei die Neustrukturierung des Wien-Museums: "Gestartet wurde mit einer neuen Linie -inhaltlich und optisch. Das Museum soll der Motor für den Kunstplatz Karlsplatz werden!" Die vierte wichtige Entscheidung betreffe den Kino- und Filmsektor, unterstrich Woller. "Über viele Jahre haben Kinos in Wien zugesperrt, seit einigen Jahren öffnen Kinos wieder: das Gartenbau, das Metro, die Urania oder das Top-Kino. Ermöglicht wurde das durch eine gezielte Kinoförderung der Stadt Wien." Neben dem Kinoboom gebe es aber auch einen Filmboom in Wien:
"Die Viennale war auch heuer sehr gut besucht -und Regisseure wie Ulrich Seidl feiern international Erfolge!". Möglich geworden sei dies durch die Wiener Filmförderung.

Demgegenüber stehe das Desaster der Filmpolitik des Bundes:
"Verantwortung dafür trägt Staatssekretär Morak - der aus politischen Motiven das Team der Diagonale ausgetauscht habe. "Wir erleben einen Generalstreik der Kreativen gegen Entscheidungen der Bundeskulturpolitik!"

Abschließend wies Woller noch auf die kürzlich neu eröffnete Stadtbibliothek und den in Bau befindlichen Tiefenspeicher in einem der Höfe des Rathauses hin: "Wien investiert hier mehr als 4 Mio Euro in sein kulturelles Erbe!" (Schluss)

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