Schabl: Vorstoß von Jugendbeschäftigungsbeauftragten Egon Blum zu Lehrlingsfonds absolut zu begrüßen

Was NÖ Sozialdemokraten fordern und durchgesetzt haben, bringt Bundesregierung nun in den Diskussionsprozess ein

St. Pölten, (SPI) - Seit dem Antritt der schwarz-blauen Regierung im Februar 2000 ist die Jugendarbeitslosigkeit um über 55 Prozent gestiegen. "Der Vorstoß des nunmehrigen Lehrlingsbeauftragten der Regierung, des Vorarlberger Unternehmers Egon Blum, Mitinitiator des Vorarlberger Lehrlingsfondsgesetz, ist für die Niederösterreichische Sozialdemokratie absolut zu unterstützen. In Anlehnung an das von der SPNÖ geforderte und im NÖ Landtag beschlossene Modell eines ‚Lehrlingsfonds', in dem Betriebe, die keine Lehrlinge ausbilden, in den Fonds einzahlen, durch den wiederum Betriebe, die Lehrlinge ausbilden, unterstützt werden, sollen neue Lehrstellen für junge Menschen geschaffen werden. Was in Vorarlberg funktioniert, sollte auch in Niederösterreich gelingen, wenn es die VPNÖ und alle anderen Landtagsparteien wollen. Die VPNÖ hat ja die Schaffung eines Lehrlingsfonds im NÖ Landesparlament bisher abgelehnt", so der Vorsitzende der Fraktion Sozialdemokratischer GewerkschafterInnen im ÖGB NÖ, Landesrat Emil Schabl.****

Weiters fordert Blum "die Schaffung von überbetrieblichen Ausbildungsstätten, die, alternierend mit Betrieben, Ausbildung auf einem hohen Niveau sichern können." "Auch damit können wir uns identifizieren, sind doch Lehrwerkstätten Einrichtung mit höchster Qualität für die Ausbildung junger Menschen", so Schabl weiter. Die Bundesregierung muss allerdings noch einen Schritt weiter gehen: "Die Wiedereinführung der von FPÖ und ÖVP abgeschafften Lehrlingsstiftungen ist ebenso ein Gebot der Stunde wie ein umfassendes Investitionsprogramm, so beispielsweise in die Infrastruktur bei Bahn und Schiene. Damit können nicht nur hunderte neue Ausbildungsplätze, sondern auch tausende neue Arbeitsplätze geschaffen werden. Bleibt abzuwarten, ob die durchaus positiven Vorschläge des Lehrlingsbeauftragten der Bundesregierung auch ‚Gehör bei der Bundesregierung finden werden'. Wenn tausende junge Menschen an der Schwelle ihres Berufslebens vor der Arbeitslosigkeit stehen, so darf es nicht bei Lippenbekenntnissen bleiben. Wir werden diese Bundesregierung weiterhin daran messen, was sie umsetzt und nicht daran, was sie ankündigt. Denn Ankündigungen hatten wir bereits genug", so Schabl abschließend.
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