Wasser-Symposium im Wiener Rathaus

Pröll und Häupl: Österreichische Wasserqualität auch in Zukunft sichern

Wien (OTS) - Im Wiener Rathaus wird heute die Konferenzserie zum "Jahr des Wassers" mit dem Symposium "Wasser im Donauraum" abgeschlossen. Aus diesem Anlass unterzeichneten Umweltminister Dr. Josef Pröll und Landeshauptmann Dr. Michael Häupl im Rahmen einer Medienkonferenz die rot-weiß-rote Wassercharta "Unser Wasser: Unsere Zukunft" und verwiesen auf die Bedeutung der qualitativ auf höchstem Niveau stehenden Wasserversorgung in Wien und generell in Österreich. Sowohl Pröll wie auch Häupl betonten die Notwendigkeit der öffentlichen Kontrolle über diese Ressourcen und die Versorgung im Sinne der Daseinsvorsorge und der Nachhaltigkeit. Es gebe auf Grund des derzeitigen Standards keinen Anlass zu Änderungen der Strukturen der Wasserver- und -entsorgung in Wien und in Österreich, die vorhandene Qualität in diesen Bereichen sei zu sichern und, wo möglich, noch weiter zu entwickeln. Bürgermeister Häupl betonte in diesem Zusammenhang auch, dass Wien sein Trinkwasser unter Verfassungsschutz gestellt habe. Zur Zusammenarbeit bezüglich des Wassers im Donauraum stellte Häupl fest: "Mit der Gründung der IAWD (Internationale Arbeitsgemeinschaft der Wasserwerke im Donaueinzugsbereich) hat die Stadt Wien vor 10 Jahren eine Initiative im Donauraum gesetzt, deren hohe Wertigkeit, besonders im Hinblick auf die EU-Osterweiterung, sich auch durch die Zusammenarbeit mit dem Weltverband IWA (International Water Association) bestätigt und zur Zuerkennung des IWA-Weltkongresses 2008 in Wien geführt hat." ****

Österreich ist das "Wasserschloss" Europas. 99 % der Bevölkerung werden mit Quell- und Grundwasser versorgt. Dies ist eine weltweit einzigartige Situation. Lediglich 3 % des Wasserdargebots werden derzeit genutzt. 86 % der Bevölkerung sind an öffentliche Abwasserreinigungsanlagen angeschlossen. 87 % der Fließgewässer weisen Güteklasse II (2001) oder sogar besser auf, 1998 waren dies nur 81 %. Alle Seen haben Badewasserqualität.

Um diese "Poleposition" auch in Zukunft absichern zu können, sind wir auf vielen Ebenen gefordert. Neben den notwendigen legistischen Weichenstellungen, die mit der im Juli im Parlament beschlossenen Wasserrechtsnovelle gelegt wurden, sind die Steigerung der Wertschätzung des Wassers in der Bevölkerung und die Sichtbarmachung der Bedeutung der (Über)lebensressource zentrale Herausforderungen der nächsten Jahre. Die österreichische Bevölkerung ist verstärkt in die WasserZukunft einzubeziehen. "Alle Bürgerinnen und Bürger dieses Landes sollen die Chance haben, ihre Ideen einzubringen", so Umweltminister Josef Pröll zur Frage der Öffentlichkeitsbeteiligung in Österreich. Im "Jahr des Wassers 2003" werden durch die vielen Partizipationsmöglichkeiten für die Bevölkerung und das reichhaltige Informations- und Aktionsprogramm dazu hervorragende Grundlagen geschaffen.

Eine aktive Rolle spielt Österreich auch im Donauraum. So war Österreich maßgeblich am Zustandekommen des Donauschutzübereinkommens beteiligt. Es ist DIE Plattform für die wasserwirtschaftliche Zusammenarbeit der Donaustaaten. Österreich übt seine Schlüsselrolle in der Weitergabe seines Know-hows in bezug auf die Wasserrahmenrichtlinie, in der Wasserver- und Abwasserentsorgung und in Twinningprojekten, in denen die Beitrittskandidaten auf die EU-Mitgliedschaft vorbereitet werden sollen, engagiert aus.

Am 24. Oktober 1993 startete von Wien aus die Initiative zur Zusammenarbeit der Trinkwasserwirtschaft im Donaueinzugsbereich, mit der Gründung der IAWD. Wasserexpert/innen aus den Donauländern setzten sich zum Ziel, die bereits erfolgreiche Kooperation der Wasserwerke im Einzugsgebiet des Rheins nun auch im Bereich der Donau möglich zu machen.

IWA-Weltkongress 2008 in Wien

Die Zusammenführung der Fachleute der Trinkwasserwirtschaft im Donauraum unter der Führung der IAWD brachte auch weltweite Anerkennung.

Die International Water Association hat daher den Donauraum für die kommenden fünf Jahre als Hauptzielgebiet ihrer Aktivitäten ausgewählt. Seminare, Workshops und Konferenzen werden den Know-how-Austausch verstärken und als Abschluss wird 2008 der IWA-Weltkongress in Wien stattfinden, zu dem 3000 Wasserexpert/innen erwartet werden.

Die IWA entstand im Jahr 2000 aus der Zusammenführung zweier Weltverbände IWSA (Wasserversorgung) und IAWQ (Wasserentsorgung). Alle zwei Jahre findet jeweils auf einem anderen Kontinent ein IWA-Weltkongress statt. Die Bundeshauptstadt steht in einer Reihe mit Melbourne 2003, Marakesch 2004 und Peking 2006. Nach Österreich wird der Weltkongress auf dem amerikanischen Kontinent durchgeführt.

Wiener Wassercharta

Wien ist seit Dezember 2001 die erste und bis dahin einzige Stadt der Welt, die das Trinkwasser unter Verfassungsschutz gestellt hat. Mit der Wiener Wassercharta soll das berühmte Hochquellwasser als Lebensgrundlage für nachfolgende Generationen geschützt werden. (Schluss) du/gab

Rückfragen & Kontakt:

PID-Rathauskorrespondenz:
http://www.wien.at/vtx/vtx-rk-xlink/
Dr. Ingrid Duschek
Tel.: 4000/81 857
dus@mdp.magwien.gv.at
Dr. Martin Gabriel
Tel.: 4000/81 842
gab@m53.magwien.gv.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NRK0014