SPÖ-Ludwig: "Wien setzt gezielte Maßnahmen für Frauenbeschäftigung!"

Wien (SPW-K) - "In Österreich sind immer mehr Menschen von Armut betroffen oder armutsgefährdet", eröffnete gestern Montag Gemeinderätin Martina Ludwig ihren Beitrag in der Spezialdebatte "Integration, Frauenfragen, Konsumentenschutz und Personal" im Rahmen der Budgetdebatte im Wiener Gemeinderat. "Die Armutskonferenz verknüpft Armut mit einem Einkommen von maximal 780 Euro. Und in Österreich betrifft das 310.000 Menschen - ein großer Teil davon sind Frauen und Kinder!" ****

Armutsgefährdet seien vor allem Arbeitslose und besonders die Gruppe der Alleinerzieherinnen, so Ludwig weiter. "Es gibt vier Risikofaktoren, in die Armut abzurutschen: Arbeitslosigkeit, das Geschlecht, die Familiensituation und die Staatsbürgerschaft." Der Anstieg der Armut in Österreich lasse sich nicht von der Politik der Bundesregierung abkoppeln: "Es ist die Arbeitslosigkeit, die die Menschen zurückwirft, aber auch das Kindergeld, das Frauen vom Berufsleben fernhält."

Wien habe gerade in dieser Situation versucht, viele Sparmaßnahmen des Bundes für die Menschen abzufedern. "Wir haben mit dem Wiener ArbeitnehmerInnen Förderungsfonds eine Einrichtung, die gezielte Armutsbekämpfung betreibt. Und erst kürzlich wurden die Mittel für Frauenförderung erheblich aufgestockt."

Betreffend das Kindergeld der Bundesregierung wies Ludwig auf eine jüngste Studie der OECD hin: "Das Kindergeld hat laut OECD negative Auswirkungen auf die Beschäftigungssituation von Frauen - viele kehren zu spät oder gar nicht in den Beruf zurück! Außerdem übt die OECD Kritik an zu wenig Kinderbetreuungseinrichtungen in Österreich! Der Bund ist aufgefordert, nach dieser Studie endlich Schritte zu setzen!" Wien habe eine viel höhere Frauenerwerbsquote - "weil Wien Maßnahmen setzt."

Abschließend wies Ludwig auf die Bedeutung der Integrations- und Diversitätspolitik der Stadt hin: "Die Integrationspolitik wird in den Regelbetrieb der Stadt übernommen - das ist ein notwendiger und wichtiger Schritt. Ebenso wie es die Einführung des AusländerInnenwahlrechts auf Bezirksbene war. Denn die Vielfalt ist eine Bereicherung für unsere Stadt!" (Schluss)

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